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Mobilfunk: United Internet fühlt sich bei 5G-Lizenzen benachteiligt

Wird United Internet (1&1, Web.de) durch Politik und Konkurrenten am Erwerb einer 5G-Lizenz mit Tricks benachteiligt? Firmenchef Ralph Dommermuth sieht Anzeichen dafür - und eine Beteiligung von Verkehrsminister Andreas Scheuer.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
United-Internet-Chef Ralph Dommermuth
United-Internet-Chef Ralph Dommermuth (Bild: Bongarts/Getty Images)

United Internet (1&1) erwägt, für die neuen 5G-Mobilfunklizenzen zu bieten, fühlt sich aber von der Politik benachteiligt. Der Mobilfunkgipfel Anfang Juli 2018 hat nach Ansicht von United-Internet-Chef Ralph Dommermuth zu einem "Clubdeal" geführt.

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Dommermuth meint damit eine Abmachung zwischen Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und den Netzbetreibern, den Markt unter den bestehenden Anbietern aufzuteilen. "Der Markt für Neueinsteiger bleibt faktisch verschlossen, um die Oligopolerträge der Netzbetreiber weiter abzusichern", sagte Dommermuth der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS).

United Internet hatte unter anderem Anfang Juli 2018 über den Einstieg ins Mobilfunkgeschäft mit einer eigenen 5G-Lizenz gesprochen. Dabei war das Unternehmen davon ausgegangen, dass die EU durch die Zulassung von nationalem Roaming zwischen den Mobilfunk-Netzbetreibern und neuer Netze an Anbieter ohne eigene Frequenzen einen vierten 5G-Anbieter in Deutschland ermöglicht.

5G bietet nicht nur Höchstgeschwindigkeiten bis zu 10 Gigabit pro Sekunde. Die Technik erlaubt auch ein viel höheres Datenvolumen pro Quadratkilometer je Mobilfunkstation. Die Versteigerung findet wahrscheinlich Anfang 2019 statt. In Deutschland betreiben derzeit Telekom, Vodafone und Telefonica eigene Mobilfunknetze.

"Aus Sicht der Netzbetreiber führt ein weiteres Mobilfunknetz zu harter Konkurrenz, und diese soll ihnen die Politik vom Halse halten", sagte Dommermuth. Der Mobilfunkkunde habe doppelten Schaden: Er müsse weiter mit Funklöchern leben und zahle dafür im internationalen Vergleich überhöhte Preise für sein Handy. "Wenn die Politik jetzt die drei Netzbetreiber schützt, dann werden wir in ein paar Jahren wieder Funklöcher haben", warnte Dommermuth.

Der United-Internet-Chef möchte nur für eine 5G-Lizenz bieten, wenn ihm National Roaming zu fairen Konditionen zugesichert wird: "Damit es fairen Wettbewerb gibt, müssen Neueinsteiger die früheren Netzgenerationen bei Bedarf automatisch nutzen können, um so in der Aufbauphase 5G-Funklöcher zu überbrücken", sagte der Manager.



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M.P. 01. Aug 2018

Ob ein Monopolanbieter, der in den Ballungszentren alle Mobilkunden versorgen muss mehr...

_moTHO 31. Jul 2018

Leider wahr. Wer in Deutschland mal eine Großveranstaltung (über mehrere Tage) besucht...

marcel_j 30. Jul 2018

Letztlich ist vor allem wichtig, dass alle dann das Netz des anderen nutzen dürfen. Dann...

whitbread 29. Jul 2018

Naja - dieses Statement ist sicherlich nix anderes als Lobbyismus durch Medienpräsenz und...

Cok3.Zer0 29. Jul 2018

Das Problem bleibt immer noch, dass die Masten mit Glasfaser angebunden sein müssen.


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