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Mobilfunk: Über 11.700 Funklöcher in knapp einer Woche gemessen

Innerhalb weniger Tage wurden in Brandenburg 11.737 Funklöcher im Mobilfunk gemeldet. Die Initiative kam von der CDU des Bundeslandes.
/ Achim Sawall
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Vodafone-Mobilfunktechnik (Bild: Vodafone)
Vodafone-Mobilfunktechnik Bild: Vodafone

Knapp eine Woche nach dem Start sind auf einer von der CDU-Fraktion in Brandenburg eingerichteten Plattform bereits über 10.000 Mobilfunklöcher gemeldet worden. Bis zum Montagabend zeigte die Webseite funkloch-brandenburg.de(öffnet im neuen Fenster) 11.737 Funklöcher an.

Besonders viele Probleme gebe es entlang von Bahnstrecken und in kleinen Dörfern, berichtete die Nachrichtenagentur dpa. Auch in der Landeshauptstadt Potsdam zeigt die Karte zahlreiche rote Stellen.

Die Brandenburger CDU-Fraktion startete am Dienstag, den 2. Mai 2017(öffnet im neuen Fenster) die Initiative, mit der in Brandenburg vorhandene Mobilfunklöcher kartographiert werden sollen. Der Fraktionsvorsitzende, Ingo Senftleben, bat die Brandenburger, sich an dieser Aktion zu beteiligen. "Gerade in Brandenburg ärgern sich noch viele Menschen über unregelmäßigen und teils schlechten Empfang. Besonders für die vielen Brandenburger, die tagtäglich im Land unterwegs sind, ist das mehr als unerfreulich. Um etwas zu ändern, brauchen wir einen Überblick, wo es genau Probleme gibt."

CDU will Regierung unter Druck setzen

Die Idee sei in der Fraktion entstanden, nachdem SPD und Linke einen CDU-Antrag zum Ausbau des Mobilfunknetzes Anfang des Jahres abgelehnt hatten, sagte Homeyer. "Wir können nicht akzeptieren, dass einfach nichts unternommen wird und wir werden die Ausrede, dass es gar keine Belege für die hohe Anzahl an Funklöchern gebe, nicht gelten lassen. Außendienstmitarbeiter berichten, dass sie Kollegen und Arbeitgeber nicht erreichen können."

Ergebnisse passen zu anderem Test

Jedes gemeldete Funkloch wird anhand von Geo-Koordinaten gespeichert. Je mehr Personen ein Funkloch an einer Stelle melden, desto stärker färbt sich der Bereich. Diese Technik wird auch als Heatmap bezeichnet und soll helfen, die Problemstellen aufzuzeigen. Das Projekt wird mit der Anwendung/API von Mapbox und Openstreetmap realisiert.

Es gibt viele Funklöcher bei der Versorgung mit mobilem Internet im deutschen Mobilfunk. Das ergab der Netztest der Computer Bild , für den über eine App rund drei Millionen Datenverbindungen und mehr als zwei Millionen Gesprächsminuten von 49.597 Nutzern gesammelt wurden. Je nach Netz und Aufenthaltsort sitzen laut den Ergebnissen vom Dezember 2016 beim mobilen Internet 30 bis 45 Prozent der Deutschen im Smartphone-Funkloch.


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