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1&1 Drillisch hofft auf weitere Auktionen

Die Verlängerungsforderung der drei alteingesessenen Netzbetreiber hat noch einen Haken: 1&1 Drillisch. Die Tochterfirma von United Internet setzt gerade an, zum vierten deutschen Netzbetreiber zu werden und hat für ihr erstes eigenes Spektrum im Jahr 2019 rund 1,1 Milliarden Euro bezahlt - dies in deutlich höheren Bändern, die sich für Städte eignen, aber für die Flächenversorgung auf dem Land nicht optimal sind.

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Daher will Drillisch bei der nächsten Auktion nachlegen und sich mit weiterem Spektrum eindecken. Würde die Versteigerung abgeblasen, würde der Neueinsteiger das Nachsehen haben. Zwar hätte Drillisch über Telefónica weiterhin Zugang zu niedrigeren Frequenzbändern zur Flächenabdeckung, ist hierbei aber abhängig vom Wettbewerber.

Entsprechend heftig ist das Kopfschütteln bei 1&1 Drillisch bezüglich der Verlängerungsforderung. Man sei "zwingend darauf angewiesen, im Rahmen der anstehenden Frequenzvergaben Zugang zu den wichtigen Flächenfrequenzen zu erhalten", teilte Drillisch mit.

Bundesnetzagentur setzt sich für Auktionen ein

Eine bloße Verlängerung von Frequenznutzungsrechten wäre "eine nicht zu rechtfertigende, offenkundig rechtswidrige Privilegierung von Deutscher Telekom, Vodafone und Telefónica und gleichzeitig eine erhebliche, nicht aufholbare Benachteiligung für 1&1 Drillisch".

Ebenfalls kühl reagiert die für die Frequenzvergabe zuständige Bundesnetzagentur auf das Ansinnen der drei großen Netzbetreiber. "Auktionen sind und bleiben der beste Weg, knappe Frequenzen wettbewerbsoffen zu vergeben und Chancen für potenzielle Neueinsteiger zu eröffnen", sagte Behördenchef Jochen Homann.

Telekombranche kämpft gegen Regulierungen

Mit Blick auf eine wegweisende Abstimmung zum Telekommunikationsgesetz fürchten Verbände aus der Mobilfunk- und Internetbranche bürokratische Hürden, die den Netzausbau verlangsamen könnten. In einem Schreiben an Bundestagsabgeordnete heißt es, durch die Umsetzung parlamentarischer Pläne drohe "eine Überregulierung". Das stünde Deutschlands Wandel zur Gigabit-Gesellschaft im Wege.

Unterschrieben wurde der Brief vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), vom Breitbandverband Anga und von fünf weiteren Branchensprachrohren. Der Brief liegt der dpa vor. Die Autoren warnen davor, dass zukünftig Mobilfunk-Ausbaupflichten gesetzlich verankert werden könnten. Sie argumentieren, dass dadurch der Wettbewerb ausgehebelt würde, da sich die Anbieter durch detaillierte Vorgaben kaum noch voneinander unterscheiden könnten.

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Sorge vor Verpflichtung zu schnellem Festnetz-Internet

Zudem ist die Branche besorgt, dass sie künftig überall relativ schnelles Festnetz-Internet ermöglichen muss. Im Regierungsentwurf ist das Recht auf schnelles Internet nicht allzu ambitioniert formuliert, nun könnte es im Parlament nachgeschärft werden. Dadurch könnten die Netzbetreiber verpflichtet werden, auch in entlegene Ecken und zu einsamen Bauernhöfen relativ schnelle Internetleitungen zu verlegen.

So eine Regelung könnte nach Ansicht der Autoren dazu führen, "dass die begrenzten Baukapazitäten auf besonders schlecht versorgte Einzellagen priorisiert werden müssten". Größere Ausbauprojekte würden ins Hintertreffen geraten und damit eine zügige Verbesserung für viele Haushalte verzögert, heißt es.

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 Mobilfunk: Telekom und Co. fordern Verzicht auf Mobilfunkauktion
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Norcoen 12. Apr 2021 / Themenstart

außerdem kann der Staat sich das Geld für den Initialen Aufbau für 0% oder weniger...

lincoln33T 09. Apr 2021 / Themenstart

Die Beiträge sind doch bei uns gerade wegen diesen Aktionen so hoch. Irgendjemand muss ja...

bootstorm 09. Apr 2021 / Themenstart

... sind was Wert? Raubtierkapitalismus der Million Jugendliche in die Überschuldung...

lincoln33T 09. Apr 2021 / Themenstart

der Olaf hat doch schon das Geld für die nächsten 50 Jahre eingeplant

M.P. 09. Apr 2021 / Themenstart

Ich war im Kuratorium eines Freizeitheimes, in dem Jugendgruppen übernachten können. Der...

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