Mobilfunk: Telekom probiert LTE im WLAN-Spektrum aus
Die Deutsche Telekom und Qualcomm Technologies haben LTE Licensed-Assisted Access (LAA) getestet. Das gab die Telekom am 3. Februar 2016 in ihrem Blog bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Dafür sind Frequenzbänder im lizenzierten und lizenzfreien Bereich aggregiert worden. LAA führe zu keiner Beeinträchtigung von WLAN im lizenzfreien Spektrum, erklärten die Partner.
"LAA ist eine der Schlüsseltechnologien" , sagte Bruno Jacobfeuerborn, Technikchef der Telekom. Mit der Machbarkeitsstudie sollten unterschiedliche Interessengruppen aus Forschung und Industrie Gelegenheit bekommen, LAA aus erster Hand kennenzulernen.
Mit LAA werde LTE-Advanced auf lizenzfreie Frequenzbänder erweitert. Es ist Bestandteil des neuen Standards LTE Advanced Pro, der zurzeit im Rahmen des 3GGP Release 13 erarbeitet worden ist und in der ersten Jahreshälfte 2016 herauskommen wird.
Höhere Reichweite und Netzkapazität als mit WLAN erreicht
Der Netztest fand bereits am 20. November 2015 statt, nachdem zuvor über drei Wochen hinweg Messungen erfolgt waren. Die LAA-Testgeräte wurden von Qualcomm entwickelt und installiert. Die Telekom stellte das lizenzierte LTE-Spektrum zur Verfügung, das im lizenzfreien Spektrum um 5 GHz erweitert wurde. Das LAA-Testnetz wurde auf dem Forschungsgelände von Qualcomm Technologies in Nürnberg installiert.
Durch die Nutzung des lizenzfreien Spektrums sei eine höhere Reichweite und Netzkapazität erreicht worden, als mit WLAN. Fahrtests, bei denen auch Übergaben zwischen eNBs stattfanden, ließen eine funktionierende Aggregation des lizenzfreien Bereichs erkennen. Außerdem sei mit Funkstörungen und Störknoten in unterschiedlicher Anzahl gezeigt worden, dass LAA und WLAN sich im lizenzfreien 5-GHz-Band nicht beeinträchtigen.
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