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Mobilfunk: Telefonieren im Flugzeug bleibt in den USA verboten

Darüber dürfte sich selbst der ein oder andere technikaffine Passagier freuen: FCC -Chef Ajit Pai hat die Pläne seiner Behörde gestoppt, das Telefonieren an Bord von Passagiermaschinen zu erlauben.
/ Peter Steinlechner
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Telefonieren an Bord von Flugzeugen bleibt in den USA wohl verboten. (Bild: Michael Buholzer/AFP/Getty Images)
Telefonieren an Bord von Flugzeugen bleibt in den USA wohl verboten. Bild: Michael Buholzer/AFP/Getty Images

Seit 2013 prüft die Federal Communications Commission (FCC), ob sie das Telefonieren über die Mobilfunknetze in Passagiermaschinen zulässt. Nun hat Ajit Pai, der von Präsident Donald Trump eingesetzte Chef der Behörde, bekanntgegeben: Die Prüfungen werden mit sofortiger Wirkung beendet, das Verbot in den USA bleibt bestehen. Gespräche per WLAN sind zwar schon länger erlaubt, werden aber auf so gut wie allen Flügen durch entsprechend konfigurierte Netzwerke unterbunden.

"Ich stehe auf Seiten der Piloten, Flugbegleiter und der fliegenden Bevölkerung gegen den nicht durchdachten Plan der FCC von 2013 über die Freigabe von Mobilfunkgesprächen" , so Pai nun auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) . Er begründet das Verbot nicht mit technischen Problemen - Studien haben längst gezeigt, dass keine echten Gefahren etwa durch die Mobilfunkstrahlung zu erwarten sind.

Pai möchte seine Ruhe

Stattdessen schätze Pai "in 30.000 Fuß Höhe auch einfach mal einen Augenblick der Ruhe, wie so viele Amerikaner" . Sein Vorgänger Tom Wheeler hatte 2013 angekündigt, das Verbot überprüfen zu lassen - eine Entscheidung, die zu viel Kritik geführt hatte. Wheeler hatte argumentiert, dass die FCC nur eine technische Freigabe erteilen würde, dass für die tatsächliche Erlaubnis von Mobilfunkgesprächen aber anschließend das Department of Transportation zuständig sei.

Ajit Pai dürfte die positiven Schlagzeilen und Kommentare in sozialen Netzen gut gebrauchen können. Der Behördenchef hat sich mit seinen bisherigen Entscheidungen bei vielen Amerikanern einen schlechten Ruf eingehandelt, weil er ihrer Auffassung nach die Regeln zur Netzneutralität abschafft und im Hinblick auf den Datenschutz sehr industriefreundlich agiert .


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