Mobilfunk: Telefónica verschlechtert Blau-Prepaid-Tarife

Blau-Kunden erhalten schlechtere Tarifkonditionen für alle Prepaid-Pakete(öffnet im neuen Fenster) . Nach der Einführung des überarbeiteten Prepaid-Tarifs M hat Blau die Vertragslaufzeit verkürzt – das gilt auch für alle anderen Prepaid-Tarife von Blau. Damit folgt Telefónica dem Beispiel der Deutschen Telekom , die im Herbst 2016 für ihre Prepaid-Tarife verkürzte Laufzeiten eingeführt hatte.
Nach zwölf Buchungen bleibt mehr Restzeit
Bisher liefen die Prepaid-Tarife von Blau 30 Tage, künftig sind es nur noch vier Wochen. Wer eine Tarifoption das ganze Jahr über nutzt, muss diese demnach ein Mal mehr als bisher buchen. Mit den alten Konditionen mit einer Laufzeit von 30 Tagen blieben am Ende des Jahres fünf Tage offen, wenn der Tarif zwölf Mal hintereinander gebucht wurde. Im Schaltjahr verblieben dann sechs Tage.
Bei den neuen Konditionen bleiben bei zwölf Buchungen im Jahr noch immer 29 Tage übrig, im Schaltjahr sogar 30 Tage. Für eine ganzjährige Abdeckung des Tarifs müssen Kunden also ein Mal mehr buchen als bisher. Im Schaltjahr wären dann zwei Tage und ansonsten ein Tag übrig.
Mehrkosten von bis zu 19,99 Euro pro Jahr
Das führt auf das Gesamtjahr gesehen zu einer entsprechenden Preiserhöhung. Kunden mit dem M-Tarif oder dem Surf-M-Tarif zahlen 9,99 Euro pro Jahr mehr und Kunden mit dem Allnet-L-Tarif müssen im Jahr 19,99 Euro mehr als mit der bisherigen Regelung aufbringen.
Am 6. Juni 2017 hatte Telefónica den Tarif Blau M neu gestaltet. Das ungedrosselte Datenvolumen wurde von 700 MByte auf 1 GByte erhöht. Nach wie vor stehen 300 Freieinheiten in alle deutschen Netze zur Verfügung, die beliebig auf Telefonate und SMS verteilt werden können.
Die Blau-Webseite zeigte zum Start des neuen Tarifs noch veraltete Informationen. So fehlten die Angaben zu den neuen EU-Roaming-Regelungen, die bereits jetzt für Blau-Kunden gelten. Auch die Angaben zur Laufzeit der Verträge wurden erst im späteren Verlauf des Tages aktualisiert.