Mobilfunk: Telefónica hängt sich ans Glasfasernetz der Telekom
Die Deutsche Telekom und Telefónica Deutschland haben vereinbart, mindestens 5.000 Mobilfunkstandorte der Telefónica an die Glasfaserinfrastruktur der Telekom anzubinden. Das gab die Telekom am 8. Oktober 2018 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . "Die Ressourcen, die wir dadurch einsparen, werden wir konsequent in den weiteren Netzausbau und die Entwicklung von 5G investieren" , sagte Telekom-Deutschland-Chef Dirk Wössner. Angaben zum finanziellen Volumen der Vereinbarung wurden nicht gemacht. Im Februar 2018 hatten nur 20 Prozent der Mobilfunkstationen der Telefónica eine Glasfaseranbindung.
Telefónica-Vorstandschef Markus Haas betonte, durch "die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur können wir den Ausbau unseres Mobilfunknetzes beschleunigt vorantreiben und einen signifikanten Anteil an Mobilfunkstandorten fit für den Zukunftsstandard 5G machen." Das Datenvolumen wachse ständig stark an.
Die beiden ehemals staatlichen Netzbetreiber Telekom und Telefónica Deutschland sind langjährige Partner. Im Jahr 2011 schlossen sie einen Mobile-Backhaul-Vertrag ab. Die aktuelle Vereinbarung setze darauf auf und erweitere die Zusammenarbeit deutlich. Die Telefónica kauft das VDSL-Vorleistungsprodukt bei der Telekom ein.
Die Telefónica hatte im Mai 2013 angekündigt, VDSL- und Vectoring-Vorleistungsprodukte der Telekom zu nutzen und den Ausbau des Konkurrenten mitzufinanzieren. "Die Telekom kann so die Investitionsrisiken teilen und den weiteren Ausbau forcieren." Die Telefónica hatte eingeräumt, seit langem ihre eigenen Hauptverteiler abzubauen .
Telefónica Deutschland begann im Juli, einen Teil ihrer LTE-Standorte von NGN Fiber Network mit Glasfaser anbinden zu lassen. Die Kooperationsvereinbarung über die Anbindung von mindestens 1.500 Mobilfunkstandorten wurde unterzeichnet.
Telefónica und auch Vodafone wollen einen Teil ihrer glasfaserbasierten Anbindung der Mobilfunkstandorte gemeinsam nutzen, hatte die Telefónica im Februar 2018 bekanntgegeben . Ab Juli 2018 soll die vorhandene Glasfasertechnologie von gemeinsamen oder benachbarten Mobilfunkstandorten der beiden Unternehmen mitgenutzt werden können. In einem ersten Schritt werde die gemeinsame Anbindung von rund 100 Standorten geschaffen.
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