Mobilfunk: Telefónica Deutschland gewinnt 737.000 neue Vertragskunden

Trotz aller Kritiken in Netztests kann Telefónica Deutschland viele neue Vertragskunden gewinnen. Die Zahl der Prepaid-Anschlüsse ging jedoch zurück.

Artikel veröffentlicht am ,
LTE-Antennen der Telefónica
LTE-Antennen der Telefónica (Bild: Telefónica)

Telefónica Deutschland erzielte im Gesamtjahr einen Zuwachs bei den Kunden. Das gab das Unternehmen am 21. Februar 2018 bekannt. 737.000 Vertragskunden zusätzlich kamen im Jahr 2017 zu dem Netzbetreiber. "Die Zahl ist der Saldo von Zugängen und Abgängen", sagte ein Sprecher Golem.de.

Die Zahl der Prepaid-Anschlüsse reduzierte sich im vergangenen Jahr von 23,9 Millionen auf 21,9 Millionen. Der Umsatz ging im Jahr 2017 um 2,8 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro zurück. Der Verlust stieg wegen Abschreibungen auf 381 Millionen Euro nach 176 Millionen Euro im Vorjahr. Telefónica Deutschland konnte das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA - Operating Income Before Depreciation And Amortization) um 2,6 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro steigern.

Telefónica: Datennutzung steigt

Das Jahr 2017 war durch eine weiter stark ansteigende mobile Datennutzung geprägt. Das Netz von Telefónica Deutschland transportierte rund 150.000 Terabyte (TByte) Daten, was einer Steigerung von 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entsprach. Der durchschnittliche monatliche Verbrauch von O2-Vertragskunden mit LTE-Tarifen stieg durch das Angebot O2 Free um 68 Prozent auf 2,8 Gigabyte (GByte). Bei O2 Free erlaubt die Flatrate in der Drosselung weiter eine Datenrate von 1 MBit/s im Download und Upload. Die Nutzung von LTE ist in der Drosselung jedoch ausgeschlossen. Kunden mit großen O2-Free-Paketen nutzen im Schnitt mehr als 7 GByte pro Monat.

In Netztests liegt O2 weiter hinten: Einen schlechten dritten Platz hatte O2 im November 2016 im Connect-Mobilfunknetztest erreicht. Besonders bei den Datenverbindungen enttäuschte das Netz. Auch ein Test der Computer Bild vom Dezember 2016 ergab: Wie bereits im Vorjahr gelang der Deutschen Telekom "mit ihrem guten LTE-Netz" der Testsieg. Vodafone kam auch in diesem Jahr auf Platz zwei, liegt aber dicht hinter dem Testsieger, O2 landet auf dem letzten Platz.

Im Chip-Netztest 2017 vom November war die Deutsche Telekom wieder Testsieger mit dem besten Mobilfunk- und LTE-Netz, dicht gefolgt von Vodafone, das auf den Schienen überlegen war. O2 kam in allen Großstädten auf Platz drei und kämpft nach wie vor mit der Netzintegration. Fortschritte lassen sich hier punktuell verzeichnen, wie bei den Transferraten an städtischen Hotspots. O2 konnte die Netzperformance jedoch weitgehend stabil halten. Sichtbare Verbesserungen konnte der Netzbetreiber in der Kategorie Internet bei den durchschnittlichen Transferraten bei Downloads von 13,6 MBit/s im Jahr 2016 auf 20,35 MBit/s und Uploads von 8,1 MBit/s in 2016 auf 10,3 MBit/s im Jahr 2017 erzielen. Die Rufaufbauzeit konnte von 10,1 Sekunden auf 6,69 Sekunden reduziert werden. Das Netz in Hamburg und München wurde bei laufender Netzintegration mit einem "Gut" ausgezeichnet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


qq1 22. Feb 2018

das mit den hauptbahnhöfen ist echt eine frechheit. entweder bieten die kommunen free...

qq1 22. Feb 2018

geil O_O schade für die, die kein 4g gerät gaben, aber das müsste klar sein. 4g endgeräte...

Zeperus 22. Feb 2018

Ok, solche Probleme hatte ich bis jetzt noch nicht, aber wenn das deine Erfahrungen mit...

Ugly 21. Feb 2018

Wenn ich das richtig sehe 1.6 Mio. Wohl hauptsächlich Prepaid Kunden. Das Schiff fängt an...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Custom Keyboard
Youtuber baut riesige Tastatur für 13.500 Euro

Die Switches haben das 64-fache Volumen und das Gehäuse ist menschenhoch: Ein Youtuber baut eine absurd große Tastatur für absurd viel Geld.

Custom Keyboard: Youtuber baut riesige Tastatur für 13.500 Euro
Artikel
  1. Super Nintendo: Fan bringt verbessertes Zelda 3 für Windows, MacOS und Linux
    Super Nintendo
    Fan bringt verbessertes Zelda 3 für Windows, MacOS und Linux

    Aus 80.000 Zeilen C-Code besteht die per Reverse Engineering generierte Version von Zelda 3. Die bringt einige Verbesserungen und 16:9.

  2. Astronomie: James-Webb-Teleskop entdeckt Miniasteroiden
    Astronomie
    James-Webb-Teleskop entdeckt Miniasteroiden

    Astronomen haben mit dem James-Webb-Teleskop zufällig einen kleinen Asteroiden entdeckt. Es ist wahrscheinlich das kleinste Objekt, das das Weltraumteleskop bisher gefunden hat.

  3. Linux: Alte Computer zu neuem Leben erwecken
    Linux
    Alte Computer zu neuem Leben erwecken

    Computer sind schon nach wenigen Jahren Nutzungsdauer veraltet. Doch mit den schlanken Linux-Distributionen AntiX-Linux, Q4OS oder Simply Linux erleben ältere PC-Systeme einen zweiten Frühling.
    Von Erik Bärwaldt

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • DAMN-Deals: AMD CPUs zu Tiefstpreisen (u. a. R7 5800X3D 324€)• MindStar: Zotac RTX 4070 Ti 949€, XFX RX 6800 519€ • WSV-Finale bei MediaMarkt (u. a. Samsung 980 Pro 2 TB Heatsink 199,99€) • RAM im Preisrutsch • Powercolor RX 7900 XTX 1.195€ • PCGH Cyber Week nur noch kurze Zeit [Werbung]
    •  /