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Mobilfunk: Telefónica und KPN verhandeln Übernahme von E-Plus

Die spanische Telefónica hat Verkaufsverhandlungen über E-Plus bestätigt. Der Deal hat ein Volumen von sechs Milliarden Euro.
/ Achim Sawall
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Telefónica-Deutschland-Chef René Schuster (Bild: O2)
Telefónica-Deutschland-Chef René Schuster Bild: O2

Telefónica und KPN verhandeln über eine Übernahme von E-Plus. Das hat der spanische Telekommunikationskonzern bestätigt. Zuvor hatte die britische Financial Times berichtet(öffnet im neuen Fenster), dass Telefónica sechs Milliarden Euro zahlen will.

"Telefónica Deutschland bestätigt Marktgerüchte betreffend Verhandlungen über einen möglichen Erwerb von KPNs deutschem Mobilfunkgeschäft E-Plus von KPN. Die Details der möglichen Transaktion werden gegenwärtig noch verhandelt", gab das Unternehmen bekannt(öffnet im neuen Fenster).

Auch die niederländische KPN hat Verkaufsverhandlungen über die deutsche Mobilfunktochter bestätigt, ohne aber den Gesprächspartner zu nennen.

Laut Financial Times hätten E-Plus und Telefónica zusammen in Deutschland einen Unternehmenswert von 16 Milliarden Euro. Bei dem Geschäft würde KPN einen kleineren Anteil an der Telefónica erhalten. Telefónica würde einen Mehrheitsanteil über 50 Prozent erwerben.

Der mexikanische KPN-Anteilseigner Carlos Slim hat seine Zustimmung zu dem Geschäft gegeben. Ein Abschluss ist laut Unternehmenskreisen aber noch nicht sicher.

Noch im Mai 2013 hatte Telefónica-Deutschland-Chef René Schuster eine Fusion mit dem deutschen Wettbewerber in naher Zukunft ausgeschlossen. Ein solcher Schritt sei "sehr komplex", sagte er. "Viele verstehen nicht, dass sie erst einmal viel Geld investieren müssten, bevor sie etwas sparen. Wir müssen nicht unbedingt zusammengehen. Wir gewinnen auch so immer mehr Marktanteile." In der Vergangenheit hatten die hochverschuldeten Konzernmütter Telefónica und KPN mehrfach über eine Zusammenführung ihrer beiden deutschen Töchter gesprochen.

Im Sommer 2012 war wieder ein Anlauf für eine Fusion des dritt- und viertgrößten deutschen Mobilfunkkonzerns gescheitert. Durch einen Zusammenschluss würde auf dem deutschen Mobilfunkmarkt neben den beiden Marktführern Deutsche Telekom und Vodafone ein dritter starker Netzbetreiber entstehen.


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