Abo
  • Services:
Anzeige
Bundesnetzagentur will gegen Telefónica vorgehen.
Bundesnetzagentur will gegen Telefónica vorgehen. (Bild: Albert Gea/Reuters)

Mobilfunk: Telefónica droht Bußgeld wegen überhöhter Roaming-Gebühren

Bundesnetzagentur will gegen Telefónica vorgehen.
Bundesnetzagentur will gegen Telefónica vorgehen. (Bild: Albert Gea/Reuters)

Manche O2- und Base-Nutzer zahlen zu hohe Roaming-Gebühren. Davon geht die Bundesnetzagentur aus und will dem Mutterkonzern Telefónica Deutschland ein Zwangsgeld verordnen, damit die gesetzlichen Bestimmungen künftig eingehalten werden.

Die Bundesnetzagentur verlangt von Telefónica Deutschland, nicht länger zu hohe Gebühren für das mobile Telefonieren und Surfen im EU-Ausland zu verlangen. Mancher O2- und Base-Nutzer zahle überhöhte Roaming-Gebühren im EU-Ausland. Der Telekommunikationskonzern müsse die Vorgaben der EU für die maximale Grenze der Roaming-Zuschläge einhalten.

Anzeige

Bundesnetzagentur verhandelt mit Telefónica seit sechs Wochen

Die Behörde wolle am Montag Telefónica "unter Androhung eines Zwangsgeldverfahrens schriftlich auffordern, die Verordnungskonformität unverzüglich herzustellen", sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur und bestätigte damit einen Bericht der Rheinischen Post. Telefónica ist nach der E-Plus-Übernahme der nach Kunden größte deutschen Mobilfunkanbieter.

Ein Konzernsprecher von Telefónica sagte, das Unternehmen sei im Gespräch mit der Bundesnetzagentur. "Mehr können wir im Moment nicht dazu sagen, da uns noch kein Schreiben vorliegt", fügt er hinzu. Nach Angaben der Rheinischen Post verhandle die Bundesnetzagentur mit dem Unternehmen seit sechs Wochen. Hintergrund des Streits sind Vorgaben der EU, die Roaming-Gebühren deutlich zu senken, zu begrenzen und später ganz abzuschaffen. Bis dahin mussten Verbraucher im Ausland oft hohe Zusatzgebühren für die Mobilfunknutzung bezahlen.

Reagiere Telefónica nicht auf die Forderungen der Bundesnetzagentur und würden die Preisobergrenzen für Roaming-Gebühren nicht eingehalten, werde ein Verfahren eingeleitet, an dessen Ende Zwangsgelder erhoben werden könnten, sagte der Sprecher der Bundesnetzagentur.

Neue Roaming-Preise gelten seit über sechs Wochen

Mobilfunkanbieter dürfen seit Ende April 2016 im EU-Ausland nur noch maximal 6 Cent pro Telefonminute, 2 Cent pro SMS oder 6 Cent pro MByte aufschlagen. Die genannten Preise gelten inklusive Mehrwertsteuer. Bei Kunden mit Flatrates dürfe beim Telefonieren im EU-Ausland lediglich der Zuschlag in Rechnung gestellt werden, sagt die Bundesnetzagentur und stellt damit klar, dass Nutzer mit Flatrate-Verträgen keine Schlupflöcher für versteckte Kosten befürchten müssten. Davor hatten Verbraucherschützer zuvor gewarnt.

Die Bundesnetzagentur bezweifelt, dass Telefónica diese Vorgabe bei allen Flatrate-Kunden umsetzt. Wer sich als Kunde nicht um die Buchung eines speziellen Auslandspakets kümmere, zahle möglicherweise überhöhte Gebühren. Wie viele Kunden das betreffen würde, ist bisher nicht klar. Die Bundesnetzagentur will sich dafür einsetzen, dass Telefónica-Kunden zu viel gezahlte Roaming-Gebühren zurück erhalten. Betroffene Kunden könnten sich dafür an die Bundesnetzagentur wenden.

Roaming-Zuschläge enfallen bald komplett

Der Rheinischen Post sagte ein Telefónica-Sprecher, das Unternehmen halte sich an die EU-Vorgaben und entsprechende Richtlinien. Allerdings habe das Unternehmen trotz mehrfacher Nachfragen nicht erklären können, aus welchem Grund Kunden älterer Flatrate-Tarife in der Regel einen Zuschlag von 20 Cent je Telefonminute zu zahlen hätten, obwohl die von der EU festgelegte Obergrenze bei 6 Cent pro Minute liegt.

Die Deutsche Telekom und Vodafone hätten die EU-Vorgaben ohne Streit umgesetzt. Vom 15. Juni 2017 an sollen die Roaming-Gebühren für das EU-Ausland komplett wegfallen. Wer dann den Mobilfunktarif im EU-Ausland nutzt, darf nur noch die im Heimatland üblichen Gebühren erhalten.


eye home zur Startseite
Prinzeumel 20. Jun 2016

Dann wäre der nächste Schritt deine Rechtsschutzversicherung zu überdenken ;)

triplekiller 19. Jun 2016

immer nur ans geld denken und weniger an die kunden, typisch telefonica.

Ugly 19. Jun 2016

:-D mittlerweile sind die wie Bruder und Schwester. Deswegen gleichen sie ihre...

waswiewo 19. Jun 2016

Immer wieder wird bei mir von O2 automatisch Datenvolumen nach gebucht, was auch...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Haldex Brake Products GmbH, Heidelberg
  2. PUSCH WAHLIG LEGAL, Berlin
  3. CBC ComputerBusinessCenter GmbH, Frankfurt am Main
  4. Gentherm GmbH, Odelzhausen


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)
  2. (u. a. Logan Blu-ray 9,97€, Deadpool Blu-ray 8,97€, Fifty Shades of Grey Blu-ray 11,97€)

Folgen Sie uns
       


  1. Signal Foundation

    Whatsapp-Gründer investiert 50 Millionen US-Dollar in Signal

  2. Astronomie

    Amateur beobachtet erstmals die Geburt einer Supernova

  3. Internet der Dinge

    Bosch will die totale Vernetzung

  4. Bad News

    Browsergame soll Mechanismen von Fake News erklären

  5. Facebook

    Denn sie wissen nicht, worin sie einwilligen

  6. Opensignal

    Deutschland soll auch beim LTE-Ausbau abgehängt sein

  7. IBM Spectrum NAS

    NAS-Software ist klein gehalten und leicht installierbar

  8. Ryzen V1000 und Epyc 3000

    AMD bringt Zen-Architektur für den Embedded-Markt

  9. Dragon Ball FighterZ im Test

    Kame-hame-ha!

  10. Für 4G und 5G

    Ericsson und Swisscom demonstrieren Network Slicing



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Samsung C27HG70 im Test: Der 144-Hz-HDR-Quantum-Dot-Monitor
Samsung C27HG70 im Test
Der 144-Hz-HDR-Quantum-Dot-Monitor
  1. Volumendisplay US-Forscher lassen Projektion schweben wie in Star Wars
  2. Sieben Touchscreens Nissan Xmotion verwendet Koi als virtuellen Assistenten
  3. CJ791 Samsung stellt gekrümmten Thunderbolt-3-Monitor vor

Lebensmittel-Lieferservices: Für Berufstätige auf dem Lande oft "praktisch nicht nutzbar"
Lebensmittel-Lieferservices
Für Berufstätige auf dem Lande oft "praktisch nicht nutzbar"
  1. Kassenloser Supermarkt Technikfehler bei Amazon Go
  2. Amazon Go Kassenloser Supermarkt öffnet
  3. ThinQ LG fährt voll auf künstliche Intelligenz ab

Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G im Test: Raven Ridge rockt
Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G im Test
Raven Ridge rockt
  1. Raven Ridge AMD verschickt CPUs für UEFI-Update
  2. Krypto-Mining AMDs Threadripper schürft effizient Monero
  3. AMD Zen+ und Zen 2 sind gegen Spectre gehärtet

  1. Netzkarte, Signalanzeige - keine Aussagekraft bei O2

    Stepinsky | 00:09

  2. Re: Bitter nötig

    dominikp | 00:05

  3. Re: Wo ist der Sinn?

    marlborobluefresh | 00:05

  4. Re: Warum sind Ports aufs PCB gelötet?

    bombinho | 21.02. 23:59

  5. Re: Bald kommt UHD+

    Gladiac782 | 21.02. 23:59


  1. 21:26

  2. 19:00

  3. 17:48

  4. 16:29

  5. 16:01

  6. 15:30

  7. 15:15

  8. 15:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel