Mobilfunk: Smartphone-Einsteiger wollen keine Flatrate-Tarife

Jeder zweite Smartphone-Einsteiger und -Gelegenheitsnutzer in Deutschland möchte einen Tarif, in dem nur das enthalten ist, was er auch nutzt. Einer von der Telefónica-Tochter Fonic in Auftrag gegebenen Umfrage zufolge legen 53 Prozent der Befragten darauf Wert.
63 Prozent der Befragten genügen monatlich 400 Freieinheiten zum Telefonieren. Auch benötigen sie nur eine mobile Datenflatrate mit einem ungedrosselten Volumen von 200 MByte im Monat. Es ist davon auszugehen, dass vor allem die Gelegenheitsnutzer überwiegend daheim auf dem Smartphone im Internet surfen, wo ihnen in der Regel ein WLAN-Zugang zur Verfügung steht. Dadurch benötigen diese Kunden nur gelegentlich unterwegs Mobilfunk und sind daher nicht an größer dimensionierten Daten-Flatrates interessiert.
Von den 63 Prozent gab die Hälfte der Befragten an, dass ihnen selbst ein Tarif mit diesen Konditionen zu groß erscheine und sie weniger intensiv das Mobilfunknetz nutzten. Dabei spielten die regelmäßig anfallenden Kosten die entscheidende Rolle: Für 32 Prozent der Smartphone-Einsteiger und für 28 Prozent der Gelegenheitsnutzer ist der Preis das wichtigste Kriterium.
Viele scheuen eine vertragliche Bindung
42 Prozent der Befragten wollen sich nicht vertraglich langfristig an einen Anbieter binden, sie bevorzugen einen Prepaid-Tarif. Sie haben die Sorge, mit einer vertraglichen Bindung die Kostenkontrolle zu verlieren. Wenig überraschend sieht Fonic das als klares Zeichen, dass Prepaid auch in Zukunft ein erfolgreiches Tarif-Modell ist.
Fonic wollte mit der Befragung herausfinden, wie der ideale Prepaid-Tarif für Smartphone-Einsteiger und Gelegenheitsnutzer aussehen müsste. 25 Prozent der Studienteilnehmer würden für einen Tarif mit 400 Freieinheiten und 200-MByte-Datenflatrate derzeit 15 Euro bezahlen.
Die Umfrage führte das Marktforschungsinstitut Yougov im Auftrag der Telefónica-Tochter Fonic durch. Mit zufälligen Stichproben und Onlinebefragungen wurden 1.010 Teilnehmer vom 21. bis zum 25. März 2014 befragt.