Abo
  • Services:
Anzeige
Sicherheitslücke offenbar in großen Teilen der Mobilfunkinfrastruktur
Sicherheitslücke offenbar in großen Teilen der Mobilfunkinfrastruktur (Bild: Wikipedia/Niwre/CC-BY-SA 3.0)

Mobilfunk: Sicherheitslücke macht auch Smartphones angreifbar

Sicherheitslücke offenbar in großen Teilen der Mobilfunkinfrastruktur
Sicherheitslücke offenbar in großen Teilen der Mobilfunkinfrastruktur (Bild: Wikipedia/Niwre/CC-BY-SA 3.0)

Große Teile der Mobilfunkinfrastruktur sind laut Sicherheitsforschern über eine Lücke in einer Software-Bibliothek gefährdet. Ein Fix steht zwar bereit, doch Updates wird es für die meisten Geräte wohl nicht geben.

Eine kürzlich veröffentlichte Sicherheitslücke in einer Software-Bibliothek stellt nicht nur für Mobilfunktürme, sondern auch Router, Switches und individuelle Smartphones im Mobilfunknetzwerk ein Risiko dar, wie die Entdecker mitteilen.

Anzeige

Wie Arstechnica berichtet, versteckt sich der Heap-Overflow-Fehler in einer Bibliothek der Firma Objective Systems, die in großer Zahl in Mobilfunkhardware von Qualcomm sitzt. Forscher überprüften derzeit, ob der betreffende Code auch in Produkten anderer Hersteller wie etwa AT&T, BAE Systems, Broadcom, Cisco Systems, Deutsche Telekom oder Ericsson eingesetzt wird.

Pufferüberlauf ermöglicht Ausführen beliebigen Codes

Durch die Lücke sei es möglich, den Datenstrom des Mobilfunkanbieters so zu modifizieren, dass ein Angreifer damit aus der Ferne beliebigen Code auf dem Zielgerät ausführen könne. Laut Security Advisory ist dabei in den meisten Fällen keine Authentifizierung notwendig.

Das Ausnutzen der Lücke sei nicht trivial, denn sie setze sowohl sehr gute Kenntnis als auch Zugriff auf das verwendete Mobilfunknetz voraus. Dennoch wird sie von Experten als kritisch eingestuft: "Solche Baseband-Schwachstellen sind die derzeit größte Sorge für Verbraucher, weil eine erfolgreiche Ausnutzung ein gesamtes Gerät kompromittieren kann, selbst wenn andere Sicherheitsmaßnahmen und Verschlüsselung aktiviert sind", sagte HD Moore der Firma Special Circumstances Arstechnica.

Patch-Rollout schwierig

Die betroffene Software sei das "Rückgrat" heutiger Mobilfunksysteme. Selbst wenn es einem Angreifer nicht gelänge, Schadcode auf einem Zielgerät auszuführen, könnten über diese Lücke per Denial-of-Service-Attacken große Teile einer Kommunikationsinfrastruktur lahmgelegt werden, so Moore.

Erschwert wird die Sicherheitslücke aber durch ein weiteres Problem: "Diese Art der Infrastruktur bekommt einfach keine Updates", zitiert Arstechnica Dan Guido, CEO der Firma Trails of Bits. Zwar hat Objective Systems bereits einen Fix veröffentlicht, der die Lücke schließen soll, aber die Chancen, Milliarden Mobilfunkgeräte und Infrastrukturteile zu patchen, stehen schlecht. Damit bleibt die Lücke wohl noch für lange Zeit ein potenzielles Ziel für Angreifer mit entsprechenden Ressourcen und Kenntnissen.


eye home zur Startseite
tg-- 27. Jul 2016

Da von Baseband die Rede ist geht es mit ziemlicher Sicherheit um das Echtzeit...

Moe479 26. Jul 2016

der eigentliche skandal ist, dass dir hersteller mit nichten daran interessiert sind...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Dataport, Hamburg
  2. headwaypersonal GmbH, Berlin
  3. Bosch Engineering GmbH, Abstatt
  4. BoS&S GmbH, Berlin


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)
  2. (u. a. Hacksaw Ridge, Deadpool, Blade Runner, Kingsman, Arrival)

Folgen Sie uns
       


  1. iOS, MacOS und WatchOS

    Apple verteilt Updates wegen Telugu-Bug

  2. Sicherheitslücken

    Mehr als 30 Klagen gegen Intel wegen Meltdown und Spectre

  3. Nightdive Studios

    Arbeit an System Shock Remake bis auf Weiteres eingestellt

  4. FTTH

    Landkreistag fordert mit Vodafone Glasfaser bis in Gebäude

  5. Programmiersprache

    Go 1.10 cacht besser und baut Brücken zu C

  6. Letzte Meile

    Telekom macht Versuche mit Fixed Wireless 5G

  7. PTI und IBRS

    FreeBSD erhält Patches gegen Meltdown und Spectre

  8. Deutsche Telekom

    Huawei und Intel zeigen Interoperabilität von 5G

  9. Lebensmittel-Lieferservices

    Für Berufstätige auf dem Lande oft "praktisch nicht nutzbar"

  10. Fertigungstechnik

    Intel steckt Kobalt und 4,5 Milliarden US-Dollar in Chips



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Fe im Test: Fuchs im Farbenrausch
Fe im Test
Fuchs im Farbenrausch
  1. Mobile-Games-Auslese GladOS aus Portal und sowas wie Dark Souls für unterwegs
  2. Monster Hunter World im Test Das Viecher-Fleisch ist jetzt gut durch
  3. Indiegames-Rundschau Krawall mit Knetmännchen und ein Mann im Fass

Materialforschung: Stanen - ein neues Wundermaterial?
Materialforschung
Stanen - ein neues Wundermaterial?
  1. Colorfab 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung
  2. Umwelt China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung
  3. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

Samsung C27HG70 im Test: Der 144-Hz-HDR-Quantum-Dot-Monitor
Samsung C27HG70 im Test
Der 144-Hz-HDR-Quantum-Dot-Monitor
  1. Volumendisplay US-Forscher lassen Projektion schweben wie in Star Wars
  2. Sieben Touchscreens Nissan Xmotion verwendet Koi als virtuellen Assistenten
  3. CJ791 Samsung stellt gekrümmten Thunderbolt-3-Monitor vor

  1. Re: Neue Programmiersprachen?

    lestard | 00:30

  2. Re: Vodafone und FTTB/H?

    spezi | 00:22

  3. Re: Schließung des Forums

    Klobinger | 00:21

  4. Der wahre Grund solcher Klagen

    HerrMannelig | 00:19

  5. Re: nur Windows 10, nur Windows Store?

    megaheld | 00:12


  1. 00:27

  2. 18:27

  3. 18:09

  4. 18:04

  5. 16:27

  6. 16:00

  7. 15:43

  8. 15:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel