Mobilfunk: Samsung will Führung bei 5G-Ausrüstung mit Millimeterwellen

Ein neuer Laborversuch von Samsung hat 8,5 GBit/s mit 5G erreicht.

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5G-Ausrüstung aus Südkorea
5G-Ausrüstung aus Südkorea (Bild: Samsung)

Samsung Electronics hat eine hohe Datenübertragungsrate bei 5G-Millimeterwellentechnik erreicht. Das gab der südkoreanische Netzwerkausrüster am 14. April 2020 bekannt. Im Labor wurde mit einem Endgerät 4,3 GBit/s erreicht, zusammen mit einem zweiten kam Samsung auf 8,5 GBit/s zwischen den beiden 5G-Endgeräten. Samsung wolle an der Spitze der Weiterentwicklung der 5G-Millimeterwellen-Technologie stehen, sagte Hyunho Park, Senior Vice President Networks Business bei Samsung Electronics.

Zum Einsatz kamen 800 MHz im Millimeterwellenspektrum, die mit Carrier Aggregation und MU-MIMO-Technologie (Multi-User, Multiple-Input, Multiple-Output) kombiniert wurden.

Eine Reihe von Ländern - darunter Japan, Südkorea und die USA - haben bereits 5G-Millimeterwellen-Frequenzen zugewiesen, zwei von ihnen starteten ihre kommerziellen 5G-Dienste über das Spektrum. Außerdem werden in den kommenden Jahren mehr als 15 Nationen 5G-Millimeterwellendienste anbieten.

Millimeterwellen sind 30 GHz und höher, aber Netzbetreiber verwenden den Begriff in den USA auch für Frequenzen über 20 GHz. Mit steigender Frequenz sinkt die Reichweite, dafür steigt die erzielbare Datenübertragungsrate. 5G-Netze mit 10 bis 20 GBit/s wären mit Kanalbandbreiten ab 100 MHz im Bereich von 24 bis 86 GHz möglich. Diese Frequenzbereiche benötigten aber sehr viele Antennenstandorte.

Samsung tritt in Deutschland auch als Mobilfunkausrüster auf und verfügt im Wesentlichen über alles, was es für den Aufbau eines reinen 5G- beziehungsweise 4G- und 5G-Netzes braucht. Der südkoreanische Elektronikkonzern ist erst seit einigen Jahren wieder als Telekommunikationsausrüster aktiv, unter anderem von Netzbetreibern wie Sprint in den USA, MTS (Mobile Telesystem) in Russland und in Australien. Es gibt weltweit sonst nur Huawei, ZTE, Ericsson und Nokia als Mobilfunkausrüster.

5G mit Samsung in Hamburg

Samsung und Telefónica Deutschland testeten in Hamburg erfolgreich 5G-Festnetz-Zugänge (FWA). Der Pilotbetrieb der 5G-Gigabit-Technologie, an dem eine Reihe von Privathaushalten kostenlos teilnahm, fand von Dezember 2018 bis Februar 2019 im Hamburger Stadtteil Hamm statt. Die letzte Meile wurde durch eine 5G-Verbindung im 26-GHz-Bereich überwunden. Dabei kamen Testfrequenzen von viermal 100 MHz zum Einsatz. 26 GHz ist aber eine sehr hohe Frequenz. Blätter und Büsche bedeuten bereits eine Dämpfung, durch die nichts mehr geht.

Auf Nutzerseite besteht die Technologie im Wesentlichen aus einem Empfänger (CPE), der eine Verbindung zum Standard-DSL-Router und WiFi AP herstellt. An Orten mit begrenztem Empfang musste eine robuste 5G-Empfangseinheit am Gebäude installiert werden.

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