Mobilfunk: Rocket Internet und United Internet für 5G-Öffnung

Der Anwender Rocket Internet stellt sich auf die Seite von United-Internet-Gründer Ralph Dommermuth. Ein vierter Mobilfunkbetreiber sei nötig oder das Ende des Industriestandortes Deutschland sei gekommen.

Artikel veröffentlicht am ,
Oliver Samwer, Chef von Rocket Internet
Oliver Samwer, Chef von Rocket Internet (Bild: Rocket Internet)

United-Internet-Gründer Ralph Dommermuth und Oliver Samwer, Chef von Rocket Internet, treten gemeinsam für einen vierten Mobilfunkbetreiber mit der 5G-Auktion ein. Samwer forderte im Gespräch mit dem Handelsblatt "faire Startbedingungen. Je mehr Wettbewerb es gibt, desto größer der Ansporn für Innovationen und guten Service. Und je geringer die Preise. Für uns als Unternehmen und für die Menschen in Deutschland kann das nur gut sein." Dafür sei es nun "höchste Zeit", um nicht völlig den Anschluss zu verlieren. United Internet ist mit rund neun Prozent an Rocket Internet beteiligt.

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Samwer: "Die nächsten sechs bis zwölf Monate sind eminent wichtig." Wenn Deutschland seinen eigenen Anspruch als Industrienation anlege, müsse man feststellen, dass das Land die erste digitale Revolution bereits "eher verschlafen" habe. "Da bietet 5G als Basistechnologie für das Internet of Things nun eine echte Chance aufzuholen, obwohl man feststellen muss: Die USA, Südkorea und China sind da schon wieder weiter." Deutschland fehle "eine fokussierte Industriepolitik wie etwa in China."

Dommermuth bekräftigte sein Vorhaben, ein neues, deutschlandweites Mobilfunknetz aufzubauen: "Anfang nächsten Jahres werden die neuen 5G-Frequenzen für 20 Jahre ausgeschrieben, insofern werden demnächst die Weichen gestellt für eine sehr lange Zeit. Und da wollen wir natürlich unsere Chancen aktiv nutzen."

Dommermuth: ohne National Roaming Ende des Wirtschaftsstandortes Deutschland

Am Ende stünde die Frage: Wollen wir in Deutschland noch Produzenten von Technologie und Plattformen sein oder reicht uns die Rolle als Anwender und Kunde? Letzteres sei eine Weile komfortabel, würde aber auch das Ende des Wirtschaftsstandortes Deutschland einläuten.

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In den nächsten Wochen wird die Bundesnetzagentur die Regeln festlegen, nach denen Anfang nächsten Jahres die 5G-Frequenzen versteigert werden können. Die Bundesnetzagentur hat jedoch schwerwiegende rechtliche Bedenken gegen ein nationales Mobilfunk-Roaming, das ein Neueinsteiger wie United Internet für den Start benötige. Um die Betreiber zu verpflichten, ihre Netze für eine Mitnutzung durch einen anderen Anbieter zu öffnen, müsse ihnen "beträchtliche Marktmacht" nachgewiesen werden.

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b.mey 28. Aug 2018

Ohne nationales Roaming wird es keinen 4. Mobilfunkanbieter geben. National Roaming und...

Satei 28. Aug 2018

Es hindert die Herren ja niemand daran der 4. Betreiber zu werden. Gerade 1&1 reißt doch...

M.P. 27. Aug 2018

Das könnte aber auch dazu führen dass der die Frequenzen bekommt, der am besten...

Myxin 27. Aug 2018

1+, Vorbilder im Ausland gibt es ja genug.



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