Mobilfunk: Nokia nutzt LTE bei 600 MHz erfolgreich
Nokia erreicht im Frequenzbereich 600 MHz eine hohe Datenrate von 387 MBit/s. Damit soll die LTE-Versorgung auf dem Land und im Haus verbessert werden.
Nokia hat einen Test mit LTE im Bereich 600 MHz erfolgreich abgeschlossen. Das gab der finnische Telekommunikationsausrüster am 23. März 2017 in Irving im US-Bundesstaat Texas bekannt. Nokia glaubt, dass sich mit dem 600-MHz-Bereich die LTE-Versorgung verbessern lässt. Das Unternehmen arbeite hier "an Vorstandard-Produkten im Rahmen seines 4.5G-Pro- und 4.9G-Angebots", hieß es.
Der Einsatz wird zuerst in ländlichen Gebieten erwartet. Die Technik lässt sich den Angaben zufolge auch zur Erhöhung der LTE-Kapazität und einer verbesserten Inhouse-Versorgung einsetzen.
Nokia zeigte einen Ende-zu-Ende-Anruf in dem Frequenzbereich mit einem Testgerät. Dabei wurde eine maximale Datenrate von 387 MBit/s erreicht. Es kam 4X4 MIMO (Multiple Input und Multiple Output) mit 256 QAM (Quadrature Amplitude Modulation) als Codierungsverfahren zum Einsatz.
In Deutschland kann der 600-MHz-Bereich nicht für LTE genutzt werden
In den USA versteigert die US-Regulierungsbehörde FCC (Federal Communications Commission) die 600-MHz-Frequenzen an die Mobilfunkbetreiber. Diese zahlten hier bisher 19,6 Milliarden US-Dollar, 10 Milliarden US-Dollar davon erhielten die terrestrischen Fernsehsender, die diesen Bereich nutzen.
In Deutschland kann der 600-MHz-Bereich nicht für LTE genutzt werden. "Der Frequenzbereich von 470 bis 694 MHz wird in Deutschland - sowie in anderen Staaten der Europäischen Union - durch das digitale terrestrische Fernsehen genutzt. Ab dem 29. März 2017 in der für Deutschland vorgesehenen Spezifikation DVB-T2 HD", erklärte die Bundesnetzagentur Golem.de auf Anfrage. Der Standard wird in wenigen Tagen breit eingeführt.
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Das ist kein Muss. In den höheren Bändern sind schlicht weit größere Kapazitäten frei...
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