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Mobilfunk: Neelie Kroes will Roamingkosten abschaffen

Die Verbraucherschutzkommissarin Neelie Kroes will erreichen, dass es innerhalb der EU keine Roamingkosten mehr gibt. Bis Ostern 2014 soll ein erstes Maßnahmenpaket fertig sein.
/ Ingo Pakalski
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Neelie Kroes will einen einheitlichen EU-Mobilfunkmarkt. (Bild: Georges Gobet/AFP/Getty Images)
Neelie Kroes will einen einheitlichen EU-Mobilfunkmarkt. Bild: Georges Gobet/AFP/Getty Images

Verbraucherschutzkommissarin Neelie Kroes will die Roamingkosten in der Europäischen Union abschaffen. Damit sollen nationale Mobilfunkmärkte einem einheitlichen EU-Mobilfunkmarkt weichen. Kroes will sich dafür einsetzen, dass ein entsprechendes Maßnahmenpaket bis Ostern 2014 vorliegt.

Bereits vor drei Jahren hatte sich die damalige Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Silvana Koch-Mehrin (FDP), dafür eingesetzt, die Roaminggebühren innerhalb der EU abzuschaffen . Auch sie wollte einen einheitlichen Binnenmarkt für Telekommunikationsdienstleistungen schaffen.

Kroes sprach sich 2012 dafür aus, die Roaminggebühren bis 2016 ganz abzuschaffen . Zuletzt entschied die EU im Frühjahr 2012, dass Mobilfunkkunden ab dem 1. Juli 2014 zusätzliche Roamingverträge abschließen können.

Diese Verträge sollen dann mit einem anderen Netzanbieter abgeschlossen werden können, während der Kunde ohne Einschränkungen unter der Rufnummer des Hauptvertrages erreichbar bleibt. Sobald er sich im EU-Ausland befindet, sollen die Konditionen des Roamingvertrages gelten. Für die mobile Datennutzung sollen örtliche Anbieter zusätzliche Konditionen anbieten können, die sich am Niveau der Kosten für die mobile Datennutzung im Inland orientieren sollen.

Ab dem 1. Juli 2013 gelten neue Preisobergrenzen beim EU-Roaming, wie im März 2012 festgelegt wurde. So dürfen ausgehende Telefonate im EU-Ausland dann nur noch maximal 24 Cent pro Minute kosten, ankommende Gespräche 7 Cent pro Minute. Der SMS-Preis sinkt auf 8 Cent pro Nachricht, und für jedes übertragene MByte dürfen maximal 45 Cent berechnet werden.


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