Abo
  • Services:

Mobilfunk: Mit 5G sollen 100 MBit/s beim Endnutzer ankommen

Die Einführung von 5G rückt immer näher. Golem.de hat mit dem Chef des Bereichs Radio Research bei Nokia Networks darüber gesprochen, welche Datenrate wirklich beim Nutzer ankommt und warum immer noch gedrosselt wird, obwohl der Übertragungspreis pro Bit immer günstiger wird.

Artikel veröffentlicht am ,
5G-Prototypen bei einer Nokia-Millimeterwellen-Demo vom Frühjahr 2015
5G-Prototypen bei einer Nokia-Millimeterwellen-Demo vom Frühjahr 2015 (Bild: Nokia Networks/Screenshot: Golem.de)

5G soll für den Endkunden mindestens eine Datenübertragungsrate von 100 MBit/s überall im Netzwerk bringen. Das sagte Peter Merz, Head of Radio Research bei Nokia Networks, im Gespräch mit Golem.de: "Das nennen wir bei 5G die durchschnittliche Datenrate."

Stellenmarkt
  1. Gentherm GmbH, Odelzhausen
  2. Soluvia IT-Services GmbH, Mannheim

Der neue Mobilfunkstandard kommt bis zum Jahr 2020 und soll 10 GBit/s, bei einigen Anwendungen sogar 20 GBit/s, eine sehr niedrige Latenzzeit und hohe Verfügbarkeit bringen, dennoch bleibt der Mobilfunk ein Shared Medium. "10 bis 20 GBit/s, das bekommen Sie, wenn Sie direkt unter der Antenne stehen und der einzige Nutzer in der Zelle sind", sagte Merz.

Viele Nutzer zeigen wenig Interesse an 5G, weil sie ohnehin erwarten, dass die gewinnorientierte Drosselung der Netzbetreiber den technischen Fortschritt behindern wird. Doch schon mit LTE sei "der durchschnittliche Übertragungspreis pro Bit deutlich günstiger geworden", erklärte Merz, ohne genaue Zahlen zu nennen. Dies werde sich bei 5G fortsetzen.

Die Größe der Smartphone-Prototypen bei 5G bewegt sich laut Merz derzeit zwischen Kühlschrank und Toaster. "Wir haben so etwa das Format einer Minibar auf Rollen."

5G wird LTE nicht unmittelbar ablösen

"Wir brauchen für 5G eine neue Luftschnittstelle, die muss sich möglichst einfach parametrisieren lassen für die Anwendungsfälle. Dahinter braucht man aber auch ein neues System, was Systems of Systems genannt wird, der architekturelle Ansatz", erklärte er.

5G werde LTE nicht unmittelbar ablösen. LTE sei "eine wichtige Komponente im 5G-Spiel", sagte Merz. "Die fünfte Generation wird auf LTE aufbauen. Es ist ganz wichtig, auf die LTE-Netze aufzusetzen, um die Reichweite zu haben. 5G wird in vielen Anwendungsszenarien sehr eng verwoben werden mit LTE."

Für 5G müsse auch die Luftschnittstelle sehr schnell gemacht werden. "Wir müssen auch das Netz sehr schnell machen. Das heißt, es kann notwendig sein, im Netz sogenannte Kurzschlüsse einzubauen. Das heißt Shortcuts, bei denen von einer zur anderen Basisstation ein Tunnel aufgebaut wird, um die Daten weiterzuleiten." Um ein 5G-Netzwerk aufzubauen, sei auch ein breit ausgebautes Glasfasernetz im Boden notwendig.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

5jean 14. Nov 2015

9km und die 7mbit halte ich für okay - ich weiß allerdings nicht welche...

format 14. Nov 2015

"...mindestens eine Datenübertragungsrate von 100 MBit/s überall im Netzwerk bringen...

ipodtouch 13. Nov 2015

Warum über den großen Teich bis in die USA gucken, wo es auch nicht besser ist? Guck auf...

ipodtouch 13. Nov 2015

Das sollte in der Tat relativ einfach sein. if (numberOfUsers > threshold) { for (sim...

AllAgainstAds 13. Nov 2015

Nur gegen Cash  


Folgen Sie uns
       


Intel Core i9-9900K - Test

Der Core i9-9900K ist ein Octacore-Prozessor im 14-nm-Verfahren. Die Platine und der Chip darunter sind recht dick, was wohl der hohen Leistungsaufnahme geschuldet ist. Erstmals seit 2011 verlötet Intel den Metalldeckel wieder, anstatt Wärmeleitpaste zu verwenden.

Intel Core i9-9900K - Test Video aufrufen
NGT Cargo: Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h
NGT Cargo
Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h

Güterzüge sind lange, laute Gebilde, die langsam durch die Lande zuckeln. Das soll sich ändern: Das DLR hat ein Konzept für einen automatisiert fahrenden Hochgeschwindigkeitsgüterzug entwickelt, der schneller ist als der schnellste ICE.
Ein Bericht von Werner Pluta


    Dell Ultrasharp 49 im Test: Pervers und luxuriös
    Dell Ultrasharp 49 im Test
    Pervers und luxuriös

    Dell bringt mit dem Ultrasharp 49 zwei QHD-Monitore in einem, quasi einen Doppelmonitor. Es könnte sein, dass wir uns im Test ein kleines bisschen in ihn verliebt haben.
    Ein Test von Michael Wieczorek

    1. Magicscroll Mobiles Gerät hat rollbares Display zum Herausziehen
    2. CJG50 Samsungs 32-Zoll-Gaming-Monitor kostet 430 Euro
    3. Agon AG322QC4 Aggressiv aussehender 31,5-Zoll-Monitor kommt für 600 Euro

    Job-Porträt Cyber-Detektiv: Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen
    Job-Porträt Cyber-Detektiv
    "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"

    Online-Detektive müssen permanent löschen, wo unvorsichtige Internetnutzer einen digitalen Flächenbrand gelegt haben. Mathias Kindt-Hopffer hat Golem.de von seinem Berufsalltag erzählt.
    Von Maja Hoock

    1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
    2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
    3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

      •  /