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Mobilfunk: Gutachten warnt vor kostenlosem EU-Roaming

Die Umsetzung von kostenfreiem Roaming im EU-Ausland könnte unangenehme Folgen für die Kunden haben. In einem Gutachten werden langfristig höhere Kosten für Mobilfunkkunden sowie stockende Investitionen in den Netzausbau befürchtet. Jetzt ist die EU-Kommission gefragt.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Der Wegfall der Roaming-Gebühren in der EU könnte die Preise im Inland erhöhen.
Der Wegfall der Roaming-Gebühren in der EU könnte die Preise im Inland erhöhen. (Bild: Mark Kolbe/Getty Images)

Die Pläne für kostenfreies Roaming im EU-Ausland wecken bei den zuständigen Gutachtern Bedenken. Letztlich könnten die heimischen Mobilfunktarife teurer werden, warnte die europäische Regulierungsstelle Berec in einer Stellungnahme und empfahl Korrekturen. Die EU-Kommission will mögliche Nachbesserungen prüfen.

Wegfall der Roaming-Gebühren im EU-Ausland

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Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, dass Mobilfunkkunden ab Mitte 2017 auf Reisen im EU-Ausland ohne Aufpreis wie zuhause telefonieren und im Internet surfen dürfen. Die bisherigen Roaming-Gebühren würden für die Kunden entfallen. Eine Begrenzung des kostenlosen Roamings auf 90 Tage hatte die Kommission nach Protesten fallen gelassen.

Weiterhin sollen Mobilfunkanbieter allerdings Missbrauch unterbinden dürfen, etwa das dauerhafte Telefonieren mit günstigeren ausländischen SIM-Karten. Wenn zum Beispiel eine lettische SIM-Karte nur in Irland benutzt würde, sollen die Anbieter beim Kunden nachfragen und gegebenenfalls Aufpreise erheben dürfen.

Missbrauchsregel ist zu schwammig

Die Berec hat die Aufgabe, die EU-Kommission zu beraten. Die Regulierungsstelle fordert in ihrem Gutachten, die Regeln gegen Missbrauch klarer zu definieren. Ansonsten würden die Vorgaben in einzelnen EU-Ländern womöglich unterschiedlich umgesetzt.

Die Gutachter erwarten Kostenrisiken für Mobilfunkanbieter, so dass diese ihre Inlandstarife anheben oder den Umfang von Flatrate-Tarifen schmälern könnten. Das träfe dann vor allem Kunden, die wenig reisen und somit kaum vom kostenlosen EU-Roaming profitierten. Zudem werden Wettbewerbsverzerrung und negative Auswirkungen auf Investitionen in die Mobilfunknetze befürchtet.

Die EU-Kommission erklärte, sie werde das Berec-Gutachten sorgfältig prüfen. Man bleibe aber dem Ziel verpflichtet, dass Kunden ab Mitte 2017 unbefristet Roaming im EU-Ausland nutzen dürften. Die letzte Fassung ihres Vorschlags werde spätestens am 15. Dezember 2016 vorliegen.



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AllDayPiano 18. Okt 2016

Sorry, aber schon nach dem Zitat habe ich Dich so schnell auf die Ignore List gesetzt...

/mecki78 18. Okt 2016

Nur musst du das dann bitte auch zuerst durchsetzen, bevor du so idiotische Forderungen...

ChMu 15. Okt 2016

Kleines aber feines Problem, die billig Karten sind idR nicht roaming faehig und im Land...

Ugly 14. Okt 2016

Da ist nichts im Busch, ich habe im November letzten Jahres zuerst gekündigt, und dann...

Fuchur 14. Okt 2016

Eben darum gehören die Netze ja auch in Volkshand!


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