Mobilfunk: Frequenzversteigerung beginnt heute in Deutschland

Heute um 10 Uhr beginnt die Frequenzauktion bei der Bundesnetzagentur in Mainz. Die Präsidenten des Deutschen Landkreistages und des Verbandes kommunaler Unternehmen betonten, dass nur ein möglichst flächendeckender Glasfaserausbau eine zukunftsfeste Infrastruktur darstelle.

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LTE-Mast in Rammenau
LTE-Mast in Rammenau (Bild: Vodafone)

Die Bundesnetzagentur startet am heutigen 27. Mai 2015 um 10 Uhr eine milliardenteure Auktion von Mobilfunkfrequenzen. Versteigert werden Frequenzen in den Bereichen bei 700 MHz, 900 MHz und 1.800 MHz sowie im Bereich bei 1,5 GHz.

Die Auktion betrifft die Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen, deren Laufzeit endet, sowie Rundfunkfrequenzen, die durch die Umstellung auf DVB-T2 frei werden. Durch die Umstellung der Rundfunkausstrahlung wird ab 2017 schrittweise ein zusammenhängendes Frequenzband frei. Die besonders geeigneten Frequenzen im 700-MHz-Bereich, auch als die Digitale Dividende 2 bezeichnet, ermöglichen den Netzausbau mit relativ wenigen Funkstationen.

Zur Versteigerung in der Niederlassung der Behörde in Mainz sind die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica zugelassen. Die neue Frequenzversteigerung wird maximal fünf Milliarden Euro einspielen, hatte ein Brancheninsider gesagt. Das Mindestgebot für alle Frequenzen beträgt 1,5 Milliarden Euro. Vor fünf Jahren hatte eine Frequenzauktion mehr als 4 Milliarden Euro eingebracht.

Die Erlöse gehen je zur Hälfte an Bund und Länder, die ihre Anteile an den Einnahmen zur Förderung des flächendeckenden Breitbandausbaus einsetzen wollen. Die Präsidenten des Deutschen Landkreistages (DLT) und des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), Landrat Reinhard Sager und Oberbürgermeister Ivo Gönner, forderten, bei der Gestaltung von Förderprogrammen alle Marktteilnehmer und bereits erprobte Ausbaumodelle zu berücksichtigen. Rund 140 kommunale Unternehmen, Stadtwerk oder Zweckverband, investierten auch dort in den Breitbandausbau, wo es für rein privatwirtschaftliche Unternehmen nicht attraktiv ist und wollen in den nächsten Jahren rund 1,8 Milliarden Euro dafür bereitstellen.

Sager und Gönner sagten, dass bei allem Ehrgeiz, bis 2018 eine flächendeckende Versorgung mit 50 MBit/s zu erreichen, letztlich nur ein möglichst flächendeckender Glasfaserausbau eine zukunftsfeste Infrastruktur darstelle. Auch dies müsse deshalb in der Ausgestaltung der Förderprogramme berücksichtigt werden.

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