Mobilfunk: Erste 5G-Ausrüstung der Telekom von Huawei und Ericsson
Die Deutsche Telekom setzt bei ihren ersten 5G-Installationen Ausrüstung von Huawei und Ericsson ein. Das berichtet das Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf einen Telekom-Sprecher. "Wir haben bisher vor allem aus vorhandenen (Test-)Beständen 5G-Antennen von Ericsson und Huawei verbaut", sagte der Sprecher.
"Die Deutsche Telekom befindet sich generell in einer sehr frühen Phase des 5G-Netzbetriebs und sammelt Erfahrungen mit den Herstellern", sagte der Telekom-Sprecher.
Das Unternehmen schaltete am 9. Dezember 2019 erste 5G-Antennen in Hamburg ein, 18 5G-Antennen arbeiteten im Live-Betrieb. Zunächst war das 5G-Netz der Telekom in sechs deutschen Städten verfügbar: Berlin, Bonn, Darmstadt, München, Köln und eben Hamburg. Die Telekom hatte danach die ersten 5G-Antennen in Leipzig aktiviert, dort funkten 18 5G-Antennen im Live-Betrieb. In den nächsten Wochen wollte der Konzern die Zahl auf über 40 erhöhen. Kurz zuvor hatte der Ausbau der Telekom in Frankfurt am Main begonnen. Die Telekom installierte in der ersten Ausbaustufe in Frankfurt rund 40 5G-Antennen.
Die Telekom war laut einem Bericht bereits in fortgeschrittenen Gesprächen zur Beibehaltung von Huawei als Hauptlieferanten für Radio bei 5G, als die Verhandlungen aus politischen Gründen eingefroren wurden. Huawei sollte 70 Prozent der Funkausrüstung zu einem Preis von 533 Millionen Euro (587 Millionen US-Dollar) liefern.
Die Gespräche fanden im vergangenen Monat in Paris statt, als die Telekom laut den Quellen mit Huawei und anderen Anbietern von 5G-Ausrüstung verhandelte. Anschließend traf sich Telekom-Vorstandsmitglied Claudia Nemat am 3. Dezember am Frankfurter Flughafen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden von Huawei, Eric Xu. Ein Telekom-Sprecher sagte Reuters, der Zweck des Treffens habe darin bestanden, Huawei mitzuteilen, dass die Gespräche unterbrochen würden.
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