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Mobilfunk: Ericsson sieht 5G "nicht so sehr für den Menschen"

MWC 2016
5G kommt als Mobilfunkstandard für die Industrie und Logistik, weniger für den Menschen. Das stellte der Ericsson-Cheftechniker klar.
/ Achim Sawall
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Ulf Ewaldsson, Chief Technology Officer bei Ericsson, am 23. Februar 2016 auf dem MWC in Barcelona (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Ulf Ewaldsson, Chief Technology Officer bei Ericsson, am 23. Februar 2016 auf dem MWC in Barcelona Bild: Achim Sawall/Golem.de

5G wird für das Internet of Things (IoT) gebaut, nicht hauptsächlich für den Menschen. Das sagte Ulf Ewaldsson, Chief Technology Officer bei Ericsson, am 23. Februar 2016 auf dem MWC in Barcelona. "5G ist nicht so sehr für Menschen gemacht, sondern für das IoT" , erklärte Ewaldsson.

5G werde das Leben grundlegend verändern. Es ginge beim Mobilfunk der 5. Generation um Sensoren überall auf der Welt, Smart Vehicles, Smart Transport, Smart Cities, Breitband und Medien und besonders um die industrielle Produktion mit Robotik und dann erst um das Human IoT mit seiner Interaktion. All dies benötige eine sehr geringe Latenz. Ewaldsson: "Wir wollen alle Geräte der Welt mit allen Clouds der Welt verbinden"

5G werde ein globaler Standard, das hoffen wir alle, sagte Ewaldsson. Für den schwedischen Mobilfunkausrüster sei dabei die strategische Zusammenarbeit mit Cisco aus den USA von großer Bedeutung.

Der Weg zu 5G führe über verschiedene Versuchsplattformen und die Standardisierung. Derzeit befinde sich Ericsson in Phase 2, es werde am 3GPP Release 14 & 15 gearbeitet. "Wir sind im Zeitplan, 2019 bis 2020 kommt dann die Kommerzialisierung und 3GPP Release 16. Dann kommt 5G in kommerzielle Netzwerke" , betonte Ewaldsson.

5G brauche auch das Festnetz und eine Beziehung zu Wifi, wichtig sei Network Slicing. Ericsson betreibe 15 Pilotanlagen mit Industrieunternehmen wie Bergwerke, dazu kämen 20 Versuchsplattformen zusammen mit Netzbetreibern, wo es um 25 GBit/s ginge.

"Wir wollen kein komplett neues Netzwerk bauen, es muss auf 4G aufsetzen" , sagte Ewaldsson. Die Standardisierung werde nicht vor 2018 abgeschlossen sein.

Konzernchef Hans Vestberg beschrieb zuvor 5G, das Internet der Dinge und die Cloud als die wichtigste Branchenthemen. Ericsson führe zudem Forschungsinitiativen zur 5G-Vorstandardisierung, darunter 5GEx, Metis II und 5G for Europe. Bereits heute liefere Ericsson 5G-Technologie, mit der sich aktuelle 4G-Netze verbessern ließen, darunter Ericsson Lean Carrier, Elastic RAN und Massive IoT (NB-IoT and LTE-M). Ericsson hat Pläne für eine weltweite Allianz mit Amazon Web Services (AWS) im Technologie- und Dienstleistungsbereich verkündet.


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