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Mobilfunk: Ericsson baut LTE auf 1 GBit/s aus

MWC 2016
Es wird 4,5 G, LTE Evolution oder LTE Advanced + genannt. Gemeint sind mehrere Erweiterungen für den LTE-Standard, der maximal 1 GBit/s in die Funkzelle bringt. Ericsson hat heute sein Software-Update angekündigt.
/ Achim Sawall
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Präsentationsfolie von Ericsson vom 3. Februar 2016 (Bild: Ericsson)
Präsentationsfolie von Ericsson vom 3. Februar 2016 Bild: Ericsson

Ericsson hat LTE mit einer Datenübertragungsrate von 1 GBit/s angekündigt. Das gab das Unternehmen am 3. Februar 2016 in einem Webcast bekannt. Der schwedische Mobilfunkausrüster wird die Netzwerk-Software 16B auf dem Mobile World Congress (MWC) 2016 vorstellen, der vom 22. bis 25. Februar in Barcelona stattfindet. Die Software werde im zweiten Quartal 2016 ausgeliefert.

LTE mit einer Datenrate von 1 GBit/s nennt der chinesische Netzwerkausrüster Huawei 4,5 G. Andere sprechen von LTE Evolution oder LTE Advanced +. Bei LTE mit 1 GBit/s werden einige 100 MBit/s beim Endnutzer erreicht, sagte ein Ericsson-Manager.

Laut Ericsson-Deutschland-Sprecher Lars Bayer handelt es sich bei dem 1-GBit/s-LTE um eine Kombination aus heute schon üblichen 3CA, was für Trägerfrequenzbündelung von 3 bis zu 20 MHz breiten Bändern steht, die in unterschiedlichen Frequenzbereichen liegen können, mit 4x4 MiMO sowie 256 QAM als Kodierungsverfahren. "Durch diese Kombination wird eine Verdoppelung der Datendurchsatzraten gegenüber dem Einsatz von 3CA alleine erzielt" , sagte Bayer Golem.de auf Anfrage. Die GBit-Technik von Ericsson werde im Netz des australischen Betreibers Telstra bereits kommerziell umgesetzt.

Dabei werden mehrere LTE-Erweiterungen genutzt. Eine dreifache Carrier Aggregation (Frequenzbündelung), durch die Nutzern bis zu 60 MHz Gesamtbandbreite (3x20MHz) auf verschiedenen Frequenzbändern gleichzeitig zur Verfügung stehen. 4x4 MIMO (Multiple Input Multiple Output) soll die Anzahl der Datenströme verdoppeln, die zum Smartphone des Nutzers übertragen werden. Durch den Einsatz des LTE-256-QAM-Kodierverfahrens (Quadrature Amplitude Modulation) kann innerhalb des verfügbaren Spektrums eine größere Datenmenge übertragen werden. Lean Carrier soll den Datendurchsatz zum Nutzer erhöhen und zusätzlich die Kapazität des Gesamtsystems steigern, indem Störeinflüsse, die durch Signalisierungsverkehr entstehen können, im gesamten LTE-Netz reduziert werden. Die Kombination dieser Erweiterungen führe zu einer Steigerung der Spitzendatenraten im Downlink um bis zu 100 Prozent.

5G soll schon 2018 kommen

Ericsson und der schwedisch-finnische Netzbetreiber TeliaSonera kündigten am 26. Januar an, erste 5G-Mobilfunkdienste bereits im Jahr 2018 einführen zu wollen. Geplant ist die Einführung der neuen 5G-Dienste im TeliaSonera-Netz zunächst in Stockholm und Tallin, Estland. Ericsson schätzt, dass es Ende des Jahres 2021 bereits 150 Millionen 5G-Anschlüsse auf der Welt geben werde.


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