Mobilfunk: Drei Betreiber wollen LTE gemeinsam in die U-Bahn bringen
Die Mobilfunkbetreiber Deutsche Telekom und Vodafone wollen zusammen mit der Telefónica den Netzausbau in der Berliner U-Bahn umsetzen. Das berichtet die Berliner Zeitung(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Vodafone-Sprecher Dirk Ellenbeck. "Wir streben für den Ausbau des LTE-Netzes in der Berliner U-Bahn eine gemeinsame Lösung mit Telefónica und der Telekom an" , sagte Ellenbeck.
"Es gibt Verhandlungen mit den Mobilfunkanbietern" , sagte ein BVG-Sprecher der Berliner Zeitung.
Nur die Telefónica bietet in der U-Bahn LTE- und UMTS an. Kunden der Telekom und von Vodafone müssen in der U-Bahn das GSM-Netz mit sehr langsamem mobilem Internet über GPRS und EDGE nutzen.
Die Kosten für einen eigenen Ausbau sind hoch: Laut Brancheninformationen sollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Mietforderungen von 500.000 Euro pro Mobilfunkbetreiber stellen. Bei der Kooperation geht es offenbar darum, die Antennen- und Technik-Standorte der Telefónica mitzunutzen, und so weniger an die BVG zahlen zu müssen. Informationen der Berliner Zeitung zufolge soll die Telefónica in dem Gemeinschaftsvorhaben die Führung haben. Ende 2018, spätestens im Frühjahr 2019, soll LTE im gesamten 146 Kilometer U-Bahnnetz für alle drei Netzbetreiber verfügbar sein.
Kooperation läuft bereits
Die Telekom hat bereits mit dem Ausbau von UMTS und LTE in der Berliner U-Bahn begonnen. In der Linie U7 zwischen Gneisenaustraße und Hermannplatz und auf der U8 zwischen Hermannplatz und Moritzplatz gibt es bereits Telekom-Netz.
"Parallel zu diesem Pilotgebiet laufen die Verhandlungen und Planungen für weitere Strecken, zurzeit noch ohne konkretes Ergebnis. Als Telekom beabsichtigen wir weiterhin, die gesamte U-Bahn bis Ende 2018 zu versorgen" , sagte Telekom-Sprecher Georg von Wagner am 15. September 2017.
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