Mobilfunk: Bundesnetzagentur erweitert Preisansage für Auslandsnummern
In Mobilfunknetzen müssen kostenlose Preisansagen für weitere internationale Vorwahlen geschaltet werden. Das gab die Bundesnetzagentur bei Twitter bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Damit soll ein Schutz vor teuren Rückrufen(öffnet im neuen Fenster) erreicht werden, die durch Ping Calls provoziert werden.
Erweitert wurde die Ansage nun auf die Länder Komoren und Majotte (00269), Samoa (00685), Simbabwe (00263), Algerien (00213), Nauru (00674), Guyana (00592), Mikronesien (00691), Haiti (00509), Tonga (00676), Guinea-Bissau (00245) und Senegal (00221). Bei flüchtigem Hinsehen kann etwa die Vorwahl von Senegal (00221) mit der Vorwahl von Köln (0221) verwechselt werden.
Ping Calls: Täter verdienen an Verbindungsentgelt
Ping Calls sind Lockanrufe, das Handy klingelt nur kurz, danach legt der Anrufer auf. Ziel ist es, einen kostenpflichtigen Rückruf zu provozieren. Wer zurückruft, erreicht häufig Bandansagen, die mehrere Euro pro Minute kosten. Diese reichen laut Bundesnetzagentur von unverständlichen Ansagen bis hin zu Gewinnspielen, Erotikansagen oder angeblichen Paketzustellungen. Ziel der Betrüger ist, dass die Anrufer möglichst lange in der Leitung bleiben. Die Täter profitieren von den generierten Verbindungsentgelten.
Der Chef der Bundesnetzagentur Jochen Homann sagte im Dezember 2017: "Mit der von uns angeordneten Preisansagepflicht machen wir das rechtswidrige Geschäftsmodell der Täter wirtschaftlich unattraktiv und schaffen Transparenz für den Verbraucher." Seit Beginn des Jahres bis einschließlich September 2017 gingen über 15.000 Beschwerden bei der Behörde ein. Allein im Oktober gingen rund 30.000 und im November über 20.000 Beschwerden zu Ping-Anrufen bei der Bundesnetzagentur ein.
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