Mobilfunk: Bundesnetzagentur erweitert Preisansage für Auslandsnummern

Um Ping Calls abzuwehren, die kostenpflichtige Rückrufe provozieren, hat die Bundesnetzagentur die Liste der Preisansagen im Mobilfunknetz erweitert. Denn Senegal und Köln haben fast die gleiche Vorwahl.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Chef der Bundesnetzagentur Jochen Homann
Der Chef der Bundesnetzagentur Jochen Homann (Bild: Bundesnetzagentur)

In Mobilfunknetzen müssen kostenlose Preisansagen für weitere internationale Vorwahlen geschaltet werden. Das gab die Bundesnetzagentur bei Twitter bekannt. Damit soll ein Schutz vor teuren Rückrufen erreicht werden, die durch Ping Calls provoziert werden.

Erweitert wurde die Ansage nun auf die Länder Komoren und Majotte (00269), Samoa (00685), Simbabwe (00263), Algerien (00213), Nauru (00674), Guyana (00592), Mikronesien (00691), Haiti (00509), Tonga (00676), Guinea-Bissau (00245) und Senegal (00221). Bei flüchtigem Hinsehen kann etwa die Vorwahl von Senegal (00221) mit der Vorwahl von Köln (0221) verwechselt werden.

Ping Calls: Täter verdienen an Verbindungsentgelt

Ping Calls sind Lockanrufe, das Handy klingelt nur kurz, danach legt der Anrufer auf. Ziel ist es, einen kostenpflichtigen Rückruf zu provozieren. Wer zurückruft, erreicht häufig Bandansagen, die mehrere Euro pro Minute kosten. Diese reichen laut Bundesnetzagentur von unverständlichen Ansagen bis hin zu Gewinnspielen, Erotikansagen oder angeblichen Paketzustellungen. Ziel der Betrüger ist, dass die Anrufer möglichst lange in der Leitung bleiben. Die Täter profitieren von den generierten Verbindungsentgelten.

Der Chef der Bundesnetzagentur Jochen Homann sagte im Dezember 2017: "Mit der von uns angeordneten Preisansagepflicht machen wir das rechtswidrige Geschäftsmodell der Täter wirtschaftlich unattraktiv und schaffen Transparenz für den Verbraucher."Seit Beginn des Jahres bis einschließlich September 2017 gingen über 15.000 Beschwerden bei der Behörde ein. Allein im Oktober gingen rund 30.000 und im November über 20.000 Beschwerden zu Ping-Anrufen bei der Bundesnetzagentur ein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /