Mobilfunk: Betreiber drohen bei Roaming-Abschaffung mit Preiserhöhung

Der Bitkom droht für seine Mitgliedsunternehmen damit, die Preise für Inlandstelefonate und mobile Internetnutzung zu erhöhen, falls die EU die Roaminggebühren am 11. September 2013 abschafft.

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Neelie Kroes will einen einheitlichen EU-Mobilfunkmarkt.
Neelie Kroes will einen einheitlichen EU-Mobilfunkmarkt. (Bild: Georges Gobet/AFP/Getty Images)

Der IT-Branchenverband Bitkom warnt die Europäische Kommission davor, die Roaminggebühren in der EU abzuschaffen und droht mit Preiserhöhungen in anderen Bereichen, um die Einnahmeverluste auszugleichen. "Mit der Abschaffung der Roaminggebühren erweist die EU-Kommission den europäischen Verbrauchern einen Bärendienst", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder am 10. September 2013. Die Abschaffung der Roaminggebühren würde die Mobilfunkbranche mit Preiserhöhungen für Inlandstelefonate und mobile Internetnutzung beantworten. Auch würde die Subventionierung von Smartphones, Tablets und Handys durch die Netzbetreiber künftig niedriger ausfallen. "Eine Abschaffung der Roaminggebühren würde das komplette Preisgefüge in der Mobilkommunikation ins Rutschen bringen. Leidtragende werden die einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen sein, die wenig reisen und derzeit von den niedrigen Gebühren für Inlandsgespräche am stärksten profitieren."

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Derzeit würden vor allem von vielreisenden Geschäftsleuten Roaminggebühren bezahlt. "Beim Grenzüberschreiten schalten Kunden das Datenroaming aus", sagte E-Plus-Firmensprecher Klaus Schulze-Löwenberg im Mai 2013 Golem.de. Das liege an "schmerzvollen Erfahrungen der Kunden" mit hohen Roamingpreisen im Ausland, an Medienberichten und Schilderungen von Freunden und Bekannten.

Die Netzbetreiber seien auf die Erlöse aus dem Roaming dringend angewiesen, so der Bitkom, um die anstehenden Milliardeninvestitionen in den Netzausbau bewältigen zu können.

EU-Kommissarin Neelie Kroes wird am 11. September 2013 ein neues EU-Gesetz präsentieren, um den zersplitterten EU-Telekom-Markt bis 2016 zu einem gemeinsamen Markt zu verschmelzen. Die Initiative Europeans for Fair Roaming erklärte: "Nach ersten Entwürfen des neuen Gesetzes ist zu erwarten, dass die EU Roaminggebühren ab 2016 verbieten und Betreiber-Allianzen vorsehen könnte. Zudem werden Kunden die Möglichkeit haben, im Ausland einen anderen Anbieter zu wählen, wenn ihr Heimanbieter auch weiterhin Roaminggebühren erhebt."

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Kroes sprach sich 2012 dafür aus, die Roaminggebühren bis 2016 ganz abzuschaffen. Zuletzt entschied die EU im Frühjahr 2012, dass Mobilfunkkunden ab dem 1. Juli 2014 zusätzliche Roamingverträge abschließen können.

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coolbit 12. Sep 2013

Ausländische SIM benutzen... Bravo! Da weiß jemand wovon er spricht... Das funktioniert...

Spaghetticode 11. Sep 2013

Die deutschen Banken haben schließlich auch bei der Vereinheitlichung der Abhebegebühren...

grisu_s 11. Sep 2013

Jetzt sollte auch der letzte Freiberufler verstanden haben, welche Interessen dieser...

bofhl 11. Sep 2013

Das hängt stark von dem verwendeten Gerät und dem OS darauf ab!



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