Mobilfunk auf Reisen: EU befürwortet Handynutzung im Flugmodus auch beim Start
Der EU-Verkehrskommissar Siim Kallas hat in einer Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) aufgefordert, eine schnelle Prüfung für die Zulassung von eingeschalteten elektronischen Geräten bei Start und Landung zu prüfen. Bisher galt die nicht immer konsequent durchgesetzte Regel, dass auch der Flugmodus eines Smartphones dabei nicht aktiv sein soll, die Flugbegleiter wiesen in ihren Durchsagen meist darauf hin, dass die Geräte "vollständig ausgeschaltet" werden müssen.
Laut Kallas soll der Flugmodus, den moderne Smartphones und Tablets bieten, in Zukunft ausreichen. Dazu, so der Kommissar, soll die EASA "in den kommenden Monaten neue Leitlinien" veröffentlichen. Die Behörde hatte sich schon zuvor für eine Lockerung ausgesprochen.
Nicht generell erlaubt bleibt aber auch nach den neuen Vorschlägen eine aktive Mobilfunkverbindung, sie ist laut Kallas nur "in speziell für die Netzanbindung ausgelegten Flugzeugen zulässig". Dabei gibt es aber keine direkte Verbindung vom Handy zur Mobilfunkstation am Boden, sondern zu einem "sicherheitszertifizierten Bordsystem", so der EU-Kommissar.
Noch vor neuen Regeln der EASA dürfen schon jetzt die Fluggesellschaften selbst entscheiden, welche Art der Nutzung von mobilen Geräten sie erlauben. Kallas sagt dazu: "Es ist Sache der Fluggesellschaften, nun ihre Betriebsvorschriften anzupassen. Viele werden dies voraussichtlich in den nächsten Wochen tun."
Insbesondere bei den Besatzungen ist die Nutzung von Telefonen – vor allem, wenn damit auch telefoniert werden soll – aber umstritten. Die Flugbegleiter sorgen sich dabei nicht um die technische Sicherheit der Flugzeugelektronik, sondern darum, dass die Passagiere womöglich wichtige Durchsagen nicht hören würden.
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