Mobilfunk am KI-Limit: Warum das Netz beim Upload lahm wird
Der US-Mobilfunkbetreiber AT&T nutzt seine neuen Frequenzen im Bereich 600 MHz, um für die Nutzer den Upload stark zu steigern. Das gab AT&T am 6. August 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Angaben zu konkreten Datenraten wurden nicht gemacht.
John Stankey, Chief Executive Officer von AT&T, erklärte(öffnet im neuen Fenster) bei Bekanntgabe der Quartalsergebnisse, dass einige Uplink-Innovationen bevorstehen. Der Erwerb des 600-MHz-Spektrums werde dem Netzbetreiber dabei helfen, bessere Upstream-Kapazitäten aufzubauen, um erhöhten KI-Verkehr und Agenten-KI-Anwendungen unterstützen zu können.
"Ein Grund, warum wir das Spektrum erworben haben, ist, dass wir davon überzeugt sind, dass der beste Weg, eine robuste Upstream- und eine Agentenumgebung zu verwalten, darin besteht, eine wirklich starke Position im Lowband zu haben. Wir haben bereits eine vorteilhafte Position im Low-Band auf dem Markt, die 600 MHz werden diesen Vorteil noch deutlicher machen, weil man das Spektrum ein wenig anders gestalten kann", sagte er.
5,1 Prozent der Netzkapazität für den Uplink
Laut einer aktuellen Analyse von Oakla(öffnet im neuen Fenster) stellen Mobilfunknetzbetreiber in den USA im Schnitt nur rund 5,1 Prozent ihrer gesamten Netzkapazität für den Uplink bereit. Damit bilden sie weltweit das Schlusslicht.
AT&T erhielt durch die in der vergangenen Woche abgeschlossene Echostar-Transaktion über 23 Milliarden US-Dollar landesweiten Zugang zu rund 30 MHz des 3,45-GHz-Mittelbandspektrums und 20 MHz des 600-MHz-Low-Band-Spektrums. Die zusätzlichen Mid-Band-Frequenzen für mehr 5G-Kapazität wurden bereits aktiviert. Für das Low-Band-Spektrum sind jedoch neue Antennen erforderlich, da das Netzwerk des Betreibers 600 MHz noch nicht unterstützt.
8RX-Technologie von Ericsson
AT&T erklärte, dass sein wichtigster Mobilfunkausrüster Ericsson die 600-MHz-Dualbandantennen bereitstellen wird. Die Open-RAN-Technik unterstützt Band 14 (700-MHz-Band) und Band 71 (600 MHz).
Laut AT&T verbessern das neue Spektrum und die Antennen "Kapazität, Zuverlässigkeit, Abdeckung und Leistung".
Lieferant Ericsson werde erstmals 600-MHz-Dualbandantennen mit der Uplink-verbessernden 8RX-Technologie in niedrigen Bändern einsetzen, erklärte AT&T. Erreicht würden so eine Verdopplung der durchschnittlichen Geschwindigkeit, eine Reduzierung der Upload-Störungen um bis zu 80 Prozent durch den Einsatz der 8RX-Antennentechnik mit 8 Empfangspfaden im Low-Band. Zudem würden so zehn Prozent weniger abgebrochene Anrufe und bis zu 70 Prozent weniger Throttling und Congestion erwartet.
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