Es besteht noch Forschungsbedarf

Trotzdem muss die Forschung begleitend zur Nutzung der neuen Frequenzbereiche die Auswirkungen natürlich beobachten und untersuchen - was aktuell auch geschieht.

Stellenmarkt
  1. IT-Spezialist (m/w/d) Personalmanagementsoftware
    Evangelische Landeskirche in Württemberg, Stuttgart
  2. ADAS R&D Director (m/w/d)
    Valeo Schalter und Sensoren, Bietigheim-Bissingen
Detailsuche

Für die Bevölkerung sind die neu genutzten Bereiche derzeit kaum von Belang. Außer für lokal eng begrenzte Test- und Campusnetze werden die hochfrequenten Bänder von 5G aktuell nicht genutzt. Eine flächendeckende Einführung ist eher unwahrscheinlich, da die räumliche Ausbreitung der Frequenzen außerhalb von Hotspots nach aktuellem Dafürhalten nicht für den Aufbau umfangreicher Netze geeignet ist.

Gefahr: Elektromagnetische Hypersensibilität

Neben Risiken wie der Gefahr von Krebs gibt es noch eine weitere Gesundheitsgefahr, die Kritiker und Gegnerinnen des Mobilfunks immer wieder hervorheben. Sie betonen, dass es eine Reihe von Menschen gebe, die empfindlich auf die ansonsten nicht über Sinneswahrnehmungen spürbaren Wellen beziehungsweise Strahlen reagieren.

Diese sogenannte Elektromagnetische Hypersensibilität, kurz EHS, konnte bisher nicht in der Art nachgewiesen werden, wie Mobilfunkgegner sie erklären. So liegt aus wissenschaftlicher Sicht derzeit keine Evidenz für die EHS vor. Eine gute Übersicht gibt die Studie Elektromagnetische Hypersensibilität - Bewertung von wissenschaftlichen Studien mit Stand Ende 2011 des Schweizer Bundesamts für Umwelt (Bafu).

Golem Akademie
  1. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    8.–11. März 2022, Virtuell
  2. Kotlin für Java-Entwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    N.N., Virtuell
Weitere IT-Trainings

Darin heißt es in der Zusammenfassung: "Bisher konnte mit wissenschaftlichen Methoden nicht nachgewiesen werden, dass die Beschwerden von EHS-Personen kausal auf die Belastung durch EMF im Alltag zurückzuführen sind." Und weiter: "Gegenwärtig gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg, dass Personen, die sich als EHS wahrnehmen, empfindlicher auf EMF reagieren als die restliche Bevölkerung [...]". Einzelfälle schließt das Bafu nicht aus: "Ob es tatsächlich Einzelfälle gibt, in denen eine EMF-Exposition akut schädlich wirkt, konnte mit den wenigen vorhandenen Studien bisher nicht konsistent nachgewiesen werden."

Golem ENTHUSIAST PLUS

Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich des Themas EHS angenommen und kam im Jahr 2005 zur Einschätzung, dass es sich dabei nicht um eine medizinische Diagnose handle und auch nicht klar sei, dass es sich um ein einzelnes medizinisches Problem handele. Auf ihrer Webseite schreibt die Organisation: "EHS ist durch eine Vielzahl unspezifischer Symptome gekennzeichnet, die sich von Person zu Person unterscheiden. Die Symptome sind sicherlich real und können in ihrer Schwere sehr unterschiedlich sein. Unabhängig von der Ursache kann EHS für die betroffene Person ein behinderndes Problem darstellen. Für EHS gibt es keine eindeutigen Diagnosekriterien und es gibt keine wissenschaftliche Grundlage, um EHS-Symptome mit EMF-Exposition in Verbindung zu bringen."

Zu ähnlichen Ergebnissen kommen zahlreiche weitere Untersuchungen. Das heißt jedoch nicht, dass es EHS als Krankheit nicht gibt. Vielmehr, auch das benennt die Bafu-Studie klar, sei die Krankheit nach vorliegenden Erkenntnissen nicht vom Mobilfunk selbst als vielmehr von anderen, unter anderem psychologischen Faktoren getrieben. Die Autoren schreiben: "Mindestens teilweise spielt für das Entstehen der Beschwerden der Nozebo-Effekt eine Rolle, d. h. dass bereits die Erwartung einer Beeinträchtigung diese auslösen oder verstärken kann."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Effekte des Mobilfunks auf den menschlichen KörperMobilfunk gesundheitsgefährdend? Ein Erklärungsversuch 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


snboris 16. Jan 2022 / Themenstart

Da hast Du völlig recht. Aber mittlerweile ist doch soviel Wissen (und Unwissen) im...

Cerdo 12. Jan 2022 / Themenstart

Richtig. Man kann auch durch den Boden fallen weil gerade zufällig der Platz zwischen den...

Cerdo 12. Jan 2022 / Themenstart

2G + 3G = 5G Denk mal drüber nach.

Mnt 10. Jan 2022 / Themenstart

Das wird der missverständliche Punkt sein: Gesundheit steht heutzutage - und auch vorher...

unterhosendieb 10. Jan 2022 / Themenstart

Bitte bleib mit deinem whataboutism fern. Bezieht sich mal eines deiner Postings nicht...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Naomi "SexyCyborg" Wu
Pappbüste einer Tech-Youtuberin ist Youtube zu anstößig

Naomi Wu wird in der Maker-Szene für ihr Fachwissen geschätzt. Youtube demonetarisiert sie aber wohl wegen ihrer Körperproportionen.

Naomi SexyCyborg Wu: Pappbüste einer Tech-Youtuberin ist Youtube zu anstößig
Artikel
  1. Quartalsbericht: Apples Gewinn stellt alles in den Schatten
    Quartalsbericht
    Apples Gewinn stellt alles in den Schatten

    Apple erwirtschaftet im letzten Quartal des Vorjahres einen Gewinn von 34,6 Milliarden US-Dollar. Und das trotz Chipkrise und weiteren Lieferengpässen.

  2. Coronapandemie: 42,6 Millionen mehr digitale Impfzertifikate als Impfdosen
    Coronapandemie
    42,6 Millionen mehr digitale Impfzertifikate als Impfdosen

    Einem Medienbericht zufolge gibt es eine Lücke zwischen ausgestellten Impfnachweisen und verabreichten Dosen. Diese wird sogar noch größer.

  3. Akamai: Steigende Nachfrage für illegale Kopien von Filmen
    Akamai
    Steigende Nachfrage für illegale Kopien von Filmen

    Durch die vielen neuen Streaming-Dienste ist illegales Filesharing wieder stark im Kommen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RX 6900 XTU 16GB 1.449€ • Intel i7 3,6Ghz 399€ • Alternate: u.a. Acer Gaming-Monitor 119,90€ • Logitech Gaming-Headset 75€ • iRobot Saugroboter ab 289,99€ • 1TB SSD PCIe 4.0 128,07€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • GOG New Year Sale: bis zu 90% Rabatt • LG OLED 65 Zoll 1.599€ [Werbung]
    •  /