Mobilfunk: 5G-Auktion könnte vor Abschluss stehen

Es gibt kaum noch Bewegung bei der 5G-Auktion. Laut Bundesnetzagentur endet die Versteigerung, wenn auf keinen Block mehr valide Gebote eingehen.

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Ort der Auktion: Dienstgebäude in Mainz
Ort der Auktion: Dienstgebäude in Mainz (Bild: Bundesnetzagentur)

Die Versteigerung für den 5G-Mobilfunk könnte bald zu Ende sein. Die beteiligten Unternehmen sind sich weitgehend einig, wie eine Auswertung des Handelsblatts der Daten über den Auktionsverlauf bei der Bundesnetzagentur ergeben hat. Lediglich in zwei der 41 zur Versteigerung stehenden Frequenzblöcke gab es zuletzt noch einen Bieterwettkampf zwischen den Netzbetreibern Deutsche Telekom und Telefónica.

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Sollte die Auktion bald enden, wäre sie die mit Abstand kostengünstigste Auktion für die Netzbetreiber in Deutschland. In 113 Runden haben die Unternehmen Telekom, Vodafone, Telefónica und der Herausforderer United Internet bislang insgesamt 2,3 Milliarden Euro geboten. Zu Wochenbeginn hatten sich die Angebote sprunghaft erhöht. Wenn keine weiteren validen Gebote auf einen Block eingehen, endet laut Bundesnetzagentur die Versteigerung.

"Aktuell gibt es aber noch einen Konflikt zwischen Telekom und Telefónica um einen der Blöcke. Das hat wieder zu regen Geboten geführt. Schwer zu sagen, ob das schnell beigelegt wird. Heute würde ich nicht mit einem Ende rechnen", sagte Professor Vitali Gretschko vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Golem.de auf Anfrage.

Im Jahr 2015 hatten die Unternehmen in 181 Runden insgesamt 5 Milliarden Euro bezahlt. Im Jahr 2010 waren es 4,4 Milliarden Euro in 224 Runden. Die mit Abstand teuerste Auktion war die Versteigerung der UMTS-Frequenzen im Jahr 2000. Damals bezahlten die Firmen in einem dreiwöchigen Bieterverfahren 50,8 Milliarden Euro. 3G wurde später von vielen Experten als ein Misserfolg bezeichnet.

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Am Montag hatte die Telefónica den Konkurrenten Drillisch auf allen Blöcken überboten, bis auf einen besonderen, im Bereich 3,6 GHz. "Damit hätte sich für 1&1 die Möglichkeit ergeben, aus der Auktion auszusteigen mit nur minimalen Zahlungsverpflichtungen", sagte Gretschko zuvor. "Direkt in der nächsten Runde antwortete United Internet, indem sie wieder den Bedarf im 2-GHz-Band erhöhten und Jump-Gebote auf all ihren Blöcken abgaben." Drillisch schien zu signalisieren, dass sie noch nicht am Ende sind.

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