Mobileye: VW-Autos nutzen Schwarmdaten statt Fahrbahnmarkierungen

Der Volkswagen-Konzern will für seine Marken VW, Skoda und Seat künftig Fahrassistenzsysteme mit Hilfe von Schwarmdaten ergänzen. Die mit einer entsprechenden Technik der Intel-Tochterfirma Mobileye ausgestatteten Elektroautos sollen hochauflösende Karten in die Cloud hochladen, teilte Mobileye am 4. Januar 2022(öffnet im neuen Fenster) auf der Computermesse CES in Las Vegas mit. Auf Basis dieser Datenbank, Mobileye Roadbook genannt, sei der Travel Assist 2.5 besser verfügbar.
So werde der Travel Assist inklusive Spurhaltefunktion in vielen Gebieten bei entsprechender Verfügbarkeit auch ohne Fahrbahnmarkierungen angeboten, heißt es weiter. Die sogenannte Road-Experience-Management-Technologie (REM) bündele und generiere automatisch hochauflösende Karten in der Cloud und biete so "eine globale und skalierbare Kartenlösung für automatisierte Fahrzeuge" .
Mobileye zitiert Volkswagen-Chef Herbert Diess nach einer Probefahrt mit den Worten: "Es ist ein klarer Pluspunkt, echte Fahrdaten statt Kartenmaterial zu verwenden. Alles funktioniert gut, und das Auto folgt diesem Pkw im Grunde ohne mein Zutun."
Level-4-Autos mit Geely-Tochter Zeekr
Ebenfalls kündigte Mobileye an, zusammen mit dem chinesischen Elektroautohersteller Zeekr ein autonomes Privatauto mit der Automatisierungsstufe 4 auf den Markt zu bringen. Zeekr ist eine Tochterfirma der chinesischen Geely Holding und will zusammen mit der Google-Schwesterfirma Waymo bereits ein fahrerloses Taxi entwickeln .
Bei dem Zeekr-Fahrzeug soll demnach Technik zu Einsatz kommen, die Mobileye bereits zusammen mit dem Autovermieter Sixt in diesem Jahr in Deutschland testen will . Das angeblich weltweit erste Privatfahrzeug nach Stufe 4 soll 2024 zunächst in China verfügbar sein. Eine globale Markteinführung soll dann folgen.
Mobileye hat auf der CES bereits angekündigt, bis zum Jahr 2025 einen neuen Chip für das autonome Fahren auf den Markt zu bringen . Der EyeQ Ultra soll genau die Energie und Leistung liefern, die für vollelektrische autonome Fahrzeuge benötigt werde. Die Rechenleistung sei auf "nur" 176 Tera-Operationen pro Sekunde (Tops) ausgelegt.



