Mobileye: EyeQ-Ultra-Chip soll autonomes Fahren ermöglichen

Die Intel-Tochter Mobileye hat einen EyeQ-Chip auf 5-nm-Basis präsentiert. Er soll möglichst wenig Energie für autonomes Fahren benötigen.

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Der EyeQ Ultra soll 2025 auf den Markt kommen.
Der EyeQ Ultra soll 2025 auf den Markt kommen. (Bild: Mobileye)

Die Intel-Tochterfirma Mobileye will bis zum Jahr 2025 einen serienreifen Chip für das autonome Fahren nach Stufe 4 auf den Markt bringen. Der auf der Computermesse CES am 4. Januar 2022 vorgestellte EyeQ Ultra soll genau die Energie und Leistung liefern, die für vollelektrische autonome Fahrzeuge benötigt werde. Die Rechenleistung sei auf "nur" 176 Tera-Operationen pro Sekunde (Tops) ausgelegt. Zum Vergleich: Teslas Chip für Full Self Driving (FSD) erreicht 72 Tops, Nvidias Xavier-Chip kommt auf 144 Tops.

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Der Mitteilung zufolge vereinigt der EyeQ Ultra die Rechenleistung von 10 der Vorgängermodelle EyeQ5 in nur einem Chip. Daher bezeichnet Mobileye den EyeQ Ultra als "Single Package AV-on-Chip", wobei AV für Autonomous Vehicle steht. "Durch die Nutzung der 5-Nanometer-Prozesstechnologie kann EyeQ Ultra alle Anforderungen und Anwendungen des autonomen Fahrens der Stufe 4 (L4) erfüllen. Gleichzeitig werden der Energieverbrauch und die Kosten, die mit der Integration mehrerer SoCs verbunden sind, vermieden", hieß es weiter.

Die Intel-Tochter will schon in diesem Jahr zusammen mit dem Autovermieter Sixt einen autonomen Taxidienst mit selbstfahrenden Fahrzeugen in Deutschland anbieten. Das autonome System basiert noch auf acht EyeQ5-SoCs (System on Chips). Die 2020 vorgestellten Chips erreichen eine Leistung von 24 Tops bei einem Verbrauch von 10 Watt.

Der EyeQ Ultra nutzt demnach "vier Klassen von proprietären Beschleunigern, die jeweils für eine bestimmte Aufgabe entwickelt wurden. Diese Beschleuniger werden mit zusätzlichen CPU-Kernen, ISPs und GPUs zu einer hocheffizienten Lösung kombiniert". Damit könnten die Daten von zwei Sensor-Subsystemen - einem reinen Kamerasystem und einem kombinierten Radar- und Lidarsystem -, vom zentralen Rechensystem des Fahrzeugs, von hochauflösenden Karten sowie die Software für Fahrrichtlinien verarbeitet werden.

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Die Einführung von EyeQ Ultra soll zeitgleich mit zwei neuen EyeQ-SoCs für Fahrassistenzsysteme erfolgen: dem EyeQ6 Light und dem EyeQ6 High. Der EyeQ6 Light ist demnach der Nachfolger des EyeQ4 SoC in einem Chip, der nur 55 Prozent der Größe des EyeQ4 aufweist.

Der EyeQ6 High unterstützt Premium-Fahrassistenzsysteme beziehungsweise teilautomatisierte Fahrfunktionen mit 360-Grad-Umgebungserfassung. Die Rechenleistung entspricht laut Mobileye zwei EyeQ5-SoCs, soll aber vor allem die Visualisierung unterstützen und eine bessere Leistung durch künstliche Intelligenz bei hoher Arbeitslast erbringen. Beide EyeQ6 würden basierend auf 7-nm-Prozesstechnologie gefertigt.

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