Mobiles OS: Microsofts Idee eines Multi-Boot-Betriebssystems

Microsoft hat sich die Idee eines Multi-Boot-Betriebssystems patentieren lassen. Damit sollen nicht nur unterschiedliche Betriebssysteme auf einem Gerät laufen, sondern auch nur aktuell benötigte Teile eines einzigen Systems geladen werden können.

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Microsoft hat ein Patent zugesprochen bekommen.
Microsoft hat ein Patent zugesprochen bekommen. (Bild: USPTO/Microsoft)

Ein neues Patent zeigt, wie Microsoft sich ein mobiles Betriebssystem mit Multi-Boot-Option vorstellt: Dabei geht es nicht nur darum, unterschiedliche Systeme starten zu können, sondern auch um die Möglichkeit, nur einzelne Teile eines Betriebssystems je nach Bedarf zu laden.

  • Details aus Microsofts Patent (Quelle: USPTO, Screenshot: Golem.de)
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Details aus Microsofts Patent (Quelle: USPTO, Screenshot: Golem.de)
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Das Patent mit der Nummer 9,003,173 beschreibt ein Betriebssystem, das je nach Anforderung nur diejenigen Teile lädt, die der Nutzer tatsächlich benötigt. Damit wäre auch nur ein Betriebssystem in verschiedenen Versionen auf einem Gerät verfügbar.

Bessere Leistungsfähigkeit, mehr Akkulaufzeit

Der Hintergedanke ist zum einen, dem Nutzer einen schnelleren Bootvorgang zu ermöglichen, und zum anderen, die Leistungsfähigkeit und die Akkulaufzeit zu verbessern: Werden nur die Teile des Betriebssystems geladen, die der Nutzer wirklich braucht, dürften sich diese erhöhen. In bestimmten Szenarien spielen auch Sicherheitsaspekte eine Rolle: Mit der Multi-Boot-Idee können bestimmte Teile des Betriebssystems unzugänglich gemacht werden.

In der Patentschrift wird beschrieben, dass je nachdem, welche Funktionen, Anwendungen oder welche Sicherheitsstufe nötig ist, verschiedene Komponenten des Betriebssystems geladen werden sollen. Als mögliche Anwendungsszenarien beschreibt Microsoft im Patentantrag unter anderem einen Basis-Modus, der nur Anrufe und Grundfunktionen ermöglicht, einen abgespeckten Kinder-Modus und einen vollständigen Modus. Im Unternehmensbereich könnte ein derartiges Multi-Boot-OS im Bedarfsfall Sicherheitskomponenten nachladen, die ansonsten nicht benötigt werden.

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Die Grundauswahl, welche Teile des Betriebssystems geladen werden sollen, könnte etwa durch Sprachkommandos, ein Drop-Down-Menü oder Schnellzugriffstasten erfolgen. Auch ein auf Regeln basierender, automatisierter Boot-Vorgang soll offenbar möglich sein. Sollte ein abgespeckter Boot-Modus ausgewählt werden, besteht gleichzeitig die Möglichkeit, im Hintergrund das vollständige System zu laden, um im Bedarfsfall schnell darauf zugreifen zu können.

Auch Verwendung mehrerer Betriebssysteme denkbar

Auch die Verwendung mehrerer mobiler Betriebssysteme soll möglich sein. So sieht das Patent vor, unterschiedliche Komponenten verschiedener Betriebssysteme laden zu können - etwa Teile von Android und Teile eines Windows-Systems.

Wie immer bedeutet ein Patent nicht, dass die Veröffentlichung unmittelbar bevorsteht. Inwiefern Microsoft die Idee eines derartigen Multi-Boot-Systems tatsächlich umsetzen wird, ist unbekannt.

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Clown 14. Apr 2015

Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen: Das ist gar nicht mal so einfach, da...

chefin 13. Apr 2015

Man konnte in der Autoexec.bat Menüs definieren. In der Config konnte man Treiber laden...

chefin 13. Apr 2015

Du hast völlig recht, mit XP oder Win7 funktioniert das nicht. Die kann ich nur als...

FreiGeistler 11. Apr 2015

z.B. $ service sshd stop ...oder wie meinst du das? Niedere Layer wird man auch mit dem...

shyps 11. Apr 2015

müsste dann nicht stattdessen kontrolliert werden, ob das unternehmen an dieser...



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