Mobiles Internet: Telefónica schaltet LTE-Netz im Untergrund zusammen

Alle O2-Kunden können jetzt in der Berliner U-Bahn LTE im früheren E-Plus-Netz nutzen. Dafür wurde neue 4G-Technik im 1.800-MHz-Frequenzband installiert.

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Anlage von E-Plus im Tunnelsystem am U-Bahnhof Hermannplatz
Anlage von E-Plus im Tunnelsystem am U-Bahnhof Hermannplatz (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

O2-Kunden können nach einem Umbau das 4G-Netz von E-Plus in der Berliner U-Bahn nutzen. Das gab das Unternehmen in seinem Blog bekannt. "Telefónica hat das gesamte unterirdische Netz umgebaut und freigeschaltet für die neue 4G-Technik im 1.800-MHz-Frequenzband", erklärte Firmensprecher Jörg Borm. Damit sei es durch den Frequenzwechsel allen Berliner O2-Kunden möglich, neben UMTS im Tunnelsystem mit LTE das Internet zu nutzen.

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Das Streckennetz ist gemessen an den Bahnhöfen und der Streckenlänge das größte U-Bahn-Netz im deutschsprachigen Raum. Die Vorbereitungen für den Ausbau starteten bereits im Januar. Die Arbeiten erfolgten innerhalb von zwei Wochen und wurden wegen der Sicherheitsauflagen im Bahnbetrieb in enger Abstimmung mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) an der Systemtechnik vorgenommen.

Austausch von Hardwaremodulen

Die UMTS-Versorgung auf den U-Bahn-Linien stehe bereits seit Juli 2014 zur Verfügung. Unter anderem war für den LTE-Umbau ein Austausch von speziellen Hardwaremodulen erforderlich, um die E-Plus-Technik mit dem O2-Netz verbinden zu können. Insgesamt wurden 21 LTE-Stationen integriert, um rund 200 Bahnhöfe und Tunnel im Untergrund zu versorgen.

Die Telefónica hatte im November 2015 Probleme bei der Versorgung mit mobilem Internet in der Berliner U-Bahn eingeräumt. Borm: "Tatsächlich finden zurzeit Optimierungsmaßnahmen an unserer UMTS-/LTE-Anlage im System der BVG statt, so dass es hin und wieder zu Einschränkungen in Bezug auf die angebotene Kapazität kommen kann."

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Durch das Roaming hatten O2-Nutzer bereits die Möglichkeit, das UMTS-Netz von E-Plus auch in der Berliner U-Bahn mitzunutzen. Das Onlinemagazin Teltarif.de hatte berichtet, das 3G-Netz war durch die Anzahl der O2-Nutzer deswegen überlastet. Besonders in vollen Zügen sei es zu niedrigen Datenübertragungsraten gekommen.

Am 15. April 2015 aktivierte Telefónica Deutschland das Roaming zwischen den UMTS-Netzen von E-Plus und O2. Beteiligt waren daran jetzt 2,9 Millionen O2-Kunden und 2,6 Millionen Kunden von E-Plus.

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