Mobiles Internet: EU-Kommission will neue Frequenzen für WLAN

Weil die Mobilfunknetze überlastet sind, rät die EU, mehr Frequenzen für WLAN freizumachen. Und automatische Authentifizierungsprozesse könnten die Schwierigkeiten bei der manuellen Anmeldung beseitigen.

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Mobiles Internet: EU-Kommission will neue Frequenzen für WLAN
(Bild: Karelgrisen/CC-BY 3.0)

In der EU sollen nach Empfehlung einer Studie der EU-Kommission weitere Frequenzen für WLAN freigemacht werden. Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, sagte: "Wi-Fi hat einen riesigen Erfolg und ist für alle Beteiligten von Vorteil. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Europäische Kommission mit zusätzlichen Frequenzen und weniger Regulierung an einer Ausweitung der Wi-Fi-Nutzung mitwirkt."

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Eine Studie der EU-Kommission empfiehlt, den Frequenzbereich 5.150 MHz bis 5.925 MHz allgemein für WLAN bereitzustellen. Durch breitere Kanäle (80 MHz oder 160 MHz) könnte WLAN viel höhere Datengeschwindigkeiten ermöglichen.

Laut der Untersuchung gehen immer mehr Menschen über WLAN ins Internet und dieser Trend wird weiter anhalten. Im Jahr 2012 machten WLAN-Verbindungen von Smartphones und Tablets in der EU 71 Prozent des gesamten drahtlosen Datenverkehrs aus, bis 2016 könnte diese Zahl auf 78 Prozent ansteigen.

Mobilfunknetze der 3. und 4. Generation sind für die Verbraucher nur zu hohen Preisen verfügbar, in weiten Teilen Europas sind die Netze wegen mangelnder Frequenzzuteilungen heute bereits überlastet.

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Weiter heißt es in der Studie: "Eine kombinierte Nutzung von WLAN-Zugangspunkten und anderen kleinzelligen Funkinfrastrukturen, welche die herkömmlichen großzelligen Mobilfunk-Basisstationen ergänzen, können die bestehenden 3G/4G-Netze entlasten, indem sie Rückführungskapazitäten außerhalb dieser Netze bereitstellen, was sowohl für die Betreiber als auch für die Nutzer billiger ist." Automatische Authentifizierungsprozesse für den Zugang zu WLAN-Netzen könnten die heutigen Schwierigkeiten bei der manuellen Anmeldung weitgehend beseitigen.

Kleine Funkzellen können auch die Reichweite der Netze erhöhen, beispielsweise an Orten mit schlechtem Empfang oder innerhalb großer Gebäude. Kleine Zellen sind Funkzugangspunkte mit niedriger Sendeleistung, die die großen Mobilfunkzellen ergänzen.

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