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Mobiles Bezahlen: Alipay bleibt Kampf um deutschen Markt fern

Besucher auf dem Münchner Oktoberfest konnten an vielen Fahrgeschäften die Rechnung mit Alipay begleichen. An europäischen Kunden ist der beim mobilen Bezahlen weltweit führende Dienstleister dennoch nicht interessiert - Google und Apple dürfen vorerst aufatmen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
QR-Code für Alipay und Wechat auf einem Markt in China.
QR-Code für Alipay und Wechat auf einem Markt in China. (Bild: STR/AFP/Getty Images)

Der chinesische Bezahlgigant Alipay steigt nicht in den Wettkampf mit Apple, Google und Co. um das Bezahlen per App in Europa ein. Das Unternehmen mit seinen 700 Millionen Nutzern will lediglich in der Nachbarschaft Chinas das Geschäft auf den lokalen Märkten ausbauen, sich in Deutschland und dem übrigen Europa aber weiter auf chinesische Kunden beschränken.

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"Alipay expandiert mit lokalen E-Wallet-Lösungen in Süd- und Südostasien, in Indien, Thailand oder den Philippinen", sagte Roland Palmer, Chef von Alipay in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten, der Deutschen Presse-Agentur. "Mit diesen Lösungen sind wir derzeit in neun Märkten außerhalb Chinas vertreten. In Europa planen wir das für die absehbare Zukunft nicht."

Alipay und die chinesische Konkurrenz-App Wechat liegen in Sachen Nutzerzahlen weit vor der westlichen Konkurrenz. Apple Pay etwa wurde nach Schätzungen von Marktforschern Ende 2017 von weltweit 127 Millionen Menschen genutzt. In Deutschland akzeptieren immer mehr Geschäfte die Alipay-App, neuerdings einschließlich der Wilden Maus und vieler anderer Fahrgeschäfte auf dem Münchner Oktoberfest. Jüngst hinzugekommen ist die Kaufhausgruppe Kadewe. In Deutschland kooperiert Alipay mit dem oberbayerischen Dax-Konzern Wirecard. Doch da Alipay ohne chinesisches Bankkonto nicht funktioniert, können nur chinesische Kunden mit der App bezahlen.

"Die Zahl der deutschen Händler, die Alipay akzeptieren, ist vom 1. April bis zum 30. September um 95 Prozent gestiegen, es sind jetzt mehrere Tausend", sagte Palmer. "Wir folgen den chinesischen Konsumenten und konzentrieren uns aktuell auf fünf Kernbereiche: Flughäfen, Kaufhäuser, Luxusgeschäfte, Drogeriemärkte und Hotels."

Alipay gehört zu Ant Financial, einer Tochter des IT-Riesen Alibaba. Europa-Chef Palmer sitzt in Amsterdam, die deutsche Niederlassung in München. "Wir werden in Deutschland weiterwachsen, aber unser Ziel ist nicht, Alipay in allen deutschen Geschäften anzubieten", sagte Palmer. "Wir wollen da sein, wo die chinesischen Reisenden sind."

2017 seien 131 Millionen chinesische Touristen ins Ausland gereist. "2016 waren es erst 122 Millionen", sagte Palmer. "Die meisten davon besuchen Nachbarländer, aber auch in Deutschland waren es 1,6 Millionen, knapp sieben Prozent mehr als im Vorjahr." Alipay habe unterschiedliche Zielgruppen mit ganz verschiedenem Einkaufsverhalten. "Den größten Anteil machen nach wie vor Reisegruppen aus, aber der Anteil der chinesischen Individualreisenden wächst stetig. Touristen in Reisegruppen kaufen vor allem sehr gerne Luxusartikel."

Apple will unterdessen seinen iPhone-Bezahldienst demnächst auch in Deutschland starten, Google Pay ist bereits seit Sommer 2018 hierzulande verfügbar.



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exxo 15. Okt 2018

Dann scheinen die Märkte wohl doch nicht alle gleich organisiert zu sein. Bei mir um...

schachbr3tt 15. Okt 2018

Naja, sagen wir mal so: Deutschland hatte in den letzten 100 Jahren zig Währungen, da...

Carl Weathers 15. Okt 2018

Also, ich muss bei Alibaba, dem Märchen, immer an die Beastie Boys denken. Alibaba, das...

zampata 15. Okt 2018

Das ist ja reiste Comedy . Also ich Zahl mit 50cent Münzen also zahlen alle mit 50...


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