Mobilegames: "Das Netflix für Games" ist noch lange nicht Netflix

Nach zahlreichen Ankündigungen geht Netflix unter die Spiele-Publisher. Das Angebot zum Auftakt enttäuscht aber beim Probespielen.

Artikel von Daniel Ziegener veröffentlicht am
Der erste Vorstoß in die Gaming-Welt ernüchtert.
Der erste Vorstoß in die Gaming-Welt ernüchtert. (Bild: Netflix)

Wenn ein neuer Abodienst daherkommt, wird der oft zum neuen "Netflix für ..." erkoren. Eine praktische Beschreibung - immerhin weiß fast jeder, wie der Streamingdienst funktioniert, den weltweit mehr als 200 Millionen Menschen abonniert haben. Doch wer vergleichbare Abos für Spiele wie den Game Pass oder Apple Arcade auch in Zukunft noch als das "Netflix für Spiele" beschreibt, könnte Verwirrung stiften.

Inhalt:
  1. Mobilegames: "Das Netflix für Games" ist noch lange nicht Netflix
  2. Kein App Store im App Store

Nach einer Testphase in Polen und Spanien öffnet Netflix seine eigene brandneue Games-Kategorie nun für die Nutzerschaft auf der ganzen Welt, zumindest die mit einem Android-Handy. Damit steigt das Unternehmen selbst in das Geschäft mit den Spiele-Abos ein. Wer schon Kunde ist, findet im Menü der App nun den prominent platzierten Reiter "Games".

Wie funktionieren die Spiele auf Netflix - und sind sie so gut wie die Serien?

  • Netflix präsentiert seine Spiele mit großen Trailervideos und versteckt so, dass es nur fünf sind. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
  • Mit der Retrografik bleibt Stranger Things 3 seinem Vorbild treu. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
  • Card Blast erinnert optisch an bunte Free-to-Play-Hits wie Candy Crush. Dafür ist es komplett werbefrei. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
  • Shooting Hoops auf Netflix: Das minimalistische Design passt zum minimalistischen Gameplay. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
  • Stranger Things 1984 ist kein völlig neuer Titel, sondern wurde passend zur dritten Staffel der Serie auch auf PC und Konsolen veröffentlicht. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
  • Teeter ist vom Design her ähnlich minimalistisch wie Shooting Hoops. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
  • Google bietet mit dem Play Pass selbst ein Abo für Android-Spiele an. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
Netflix präsentiert seine Spiele mit großen Trailervideos und versteckt so, dass es nur fünf sind. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)

Stranger Things als Retrogame

Statt großer Storys für den Fernseher gibt es die Spiele nur auf dem kleinen Bildschirm. Fünf Titel werden zum Start auf Android-Geräten angeboten. Neben dem 2020 auch für PC und Konsolen erschienenen Stranger Things 3: The Game ist mit Stranger Things: 1984 eine weitere Verweichlichung der Erfolgsserie dabei. Und die ist ebenso nostalgisch wie das Original.

  • Netflix präsentiert seine Spiele mit großen Trailervideos und versteckt so, dass es nur fünf sind. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
  • Mit der Retrografik bleibt Stranger Things 3 seinem Vorbild treu. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
  • Card Blast erinnert optisch an bunte Free-to-Play-Hits wie Candy Crush. Dafür ist es komplett werbefrei. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
  • Shooting Hoops auf Netflix: Das minimalistische Design passt zum minimalistischen Gameplay. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
  • Stranger Things 1984 ist kein völlig neuer Titel, sondern wurde passend zur dritten Staffel der Serie auch auf PC und Konsolen veröffentlicht. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
  • Teeter ist vom Design her ähnlich minimalistisch wie Shooting Hoops. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
  • Google bietet mit dem Play Pass selbst ein Abo für Android-Spiele an. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
Stranger Things 1984 ist kein völlig neuer Titel, sondern wurde passend zur dritten Staffel der Serie auch auf PC und Konsolen veröffentlicht. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
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Mit einer Gruppe aus Serienfiguren, darunter Hopper, Mike und Lucas, erkunden Spieler darin bekannte Schauplätze. Wer sich auf das freie Erkunden der fiktiven Kleinstadt Hawkins freut, wird enttäuscht. Stattdessen werden Wachen bekämpft und Rätsel gelöst.

Das Ganze sieht mit seiner Pixelgrafik aus der Vogelperspektive nicht nur optisch wie ein Spiel aus den 80er Jahren aus. Trotz intuitiver Touchscreen-Steuerung spielt sich Stranger Things: 1984 wie der Klon eines frühen Teils der Legend-of-Zelda-Reihe.

Hyper Casual statt Squid Games

Zu den beiden Stranger-Things-Titeln kommen drei ausgesprochen simple Mobilegames, die so gar nicht zum Image des Produzenten von opulenten Hits wie Squid Game passen.

Card Blast ist ein Kartenspiel in kunterbunter Kaugummioptik, bei dem seitlich ins Bild fliegende Spielkarten zu Paaren, Full Houses oder Flushes gelegt werden müssen. Das Grundprinzip wird mit Kombos, Highscores und Spezialmanövern angereichert, bleibt im Kern aber ein altbekanntes Kombinationsspiel.

  • Netflix präsentiert seine Spiele mit großen Trailervideos und versteckt so, dass es nur fünf sind. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
  • Mit der Retrografik bleibt Stranger Things 3 seinem Vorbild treu. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
  • Card Blast erinnert optisch an bunte Free-to-Play-Hits wie Candy Crush. Dafür ist es komplett werbefrei. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
  • Shooting Hoops auf Netflix: Das minimalistische Design passt zum minimalistischen Gameplay. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
  • Stranger Things 1984 ist kein völlig neuer Titel, sondern wurde passend zur dritten Staffel der Serie auch auf PC und Konsolen veröffentlicht. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
  • Teeter ist vom Design her ähnlich minimalistisch wie Shooting Hoops. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
  • Google bietet mit dem Play Pass selbst ein Abo für Android-Spiele an. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)
Card Blast erinnert optisch an bunte Free-to-Play-Hits wie Candy Crush. Dafür ist es komplett werbefrei. (Quelle: Netflix/Screenshot: Golem.de)

Die Geschicklichkeitsspiele Shootings Hoops und Teeter vom Entwickler Frosty Pop sind noch einfachere Hyper Casual Games, die ganz darauf ausgelegt sind, jede freie Sekunde mit einer Runde am Smartphone-Bildschirm zu verdaddeln.

In Teeter muss ein Ball in ein Loch balanciert werden, indem ein Balken langsam nach oben verschoben wird. Tap links, Tap rechts - die Interaktion beschränkt sich auf zwei abwechselnd den Bildschirm berührende Fingerspitzen.

Shooting Hoops ist etwas actionreicher, den Basketball in den Korb zu befördern, spielt sich aber dennoch recht ähnlich.

Spiele wie diese gibt es in den Appstores zuhauf, hier kommen sie aber ohne aufdringliche Werbung oder fragwürdige Monetarisierung aus - immerhin sind alle Spiele schon mit dem Netflix-Abonnement bezahlt und darüber hinaus kostenlos. Das ist für ein paar Minuten unterhaltsam, aber weit von den hochwertigeren Mobilegames entfernt, wie sie etwa Apple Arcade verspricht, das für das exklusive Fantasian den Final-Fantsy-Schöpfer Hironobu Sakaguchi angeheuert hat.

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Kein App Store im App Store 
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superdachs 11. Nov 2021

im Klickbaukasten generierten Quatschspiele wie im Play-Store oder andere?

ElMario 03. Nov 2021

...und ich hatte tatsächlich soetwas "exklusives" wie Apple Arcade erwartet. :/

Dino13 03. Nov 2021

Na ja, was aber gut ist, ist auch für jeden unterschiedlich. Das muss man auch einfach...

Trollversteher 03. Nov 2021

Oh, das gibt es durchaus noch komplexeres - neben den unzähligen alten PC- und Konsolen...



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