Mobile Sicherheit: Nokia Security Center in Berlin soll Mobilfunknetze sichern

Nokia will nach diversen Skandalen die Sicherheit in Mobilfunknetzen verbessern. Einzelne Unternehmen könnten in Zukunft der Bedrohung allein nicht mehr Herr werden, sagt Hans-Jürgen Bill von der Nokia-Geschäftsführung.

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Nokia Security Center in Berlin
Nokia Security Center in Berlin (Bild: Nokia)

Nokia hat das Nokia Security Center in Berlin eröffnet. Die Anzahl mobiler Schadprogramme nehme schnell zu, auch in den Netzen selbst bestehe erhöhter Bedarf an Sicherheitsmaßnahmen, erklärte der Ausrüster. Die Einrichtung umfasst ein LTE-Testnetz, ein Forschungslabor sowie ein Demo-Center mit Konferenzräumen als Kompetenzcenter für Mobilfunkbetreiber, Partnerfirmen, staatliche Stellen und Forschungsinstitute.

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Mobilfunknetze würden zunehmend mit IP- und Cloud-Technologie ausgestattet und durch LTE sowie den Einsatz kleinerer Basisstationen immer heterogener. Gleichzeitig stiegen die Zahlen registrierter Angriffe sowie von Schadsoftware rasant an.

Zu den Sicherheitsbedrohungen für Mobilfunknetze und Anwendern zählten das Abhören von Gesprächen, Backdoors in Programmen sowie Web Session Hijacking und Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DDoS).

Sicherheitsprodukte von Nokia sind im Testnetz installiert, ebenso Produkte von Check Point, F-Secure, Infoblox, Insta Defsec, Juniper Networks oder Optenet. Einzelne Unternehmen könnten in Zukunft die Bedrohung allein nicht mehr kontrollieren, sagte Hans-Jürgen Bill von der Nokia-Geschäftsführung. "Wir sind nicht so vermessen zu behaupten, dass wir allein die Mobilfunknetze sauber halten können", erklärte ein Firmensprecher Golem.de.

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Marc Rouanne, Executive Vice President Mobile Broadband bei Nokia Networks: "Das Nokia Security Center ist ein wesentlicher Schritt in unserer Strategie, Sicherheit in Mobilfunknetzen zu einem Differenzierungsmerkmal für unser Unternehmen zu machen."

Die NSA und ihr britischer Partner GCHQ hatten die Cyberwaffe Regin in Mobilfunknetzwerken in Europa eingesetzt, berichtete das Magazin The Intercept. Regin sei bei Angriffen der beiden Geheimdienste auf EU-Einrichtungen und den belgischen Telekommunikationskonzern Belgacom festgestellt worden.

Wie Experten der Sicherheitsfirma Symantec berichteten, erinnert die hochentwickelte Malware an frühere von Regierungen entwickelte Cyberwaffen wie Flame, Dugu und Stuxnet. Symantec vermutete ein reiches Industrieland als Verantwortlichen für Regin.

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