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Mobile: RAM-Krise erreicht Smartphones

Analysten gehen von einem schrumpfenden Smartphone -Markt 2026 aus – ein Grund sind die Preise für Arbeitsspeicher. Google könnte hingegen profitieren.
/ Tobias Költzsch
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Counterpoint sieht Google 2026 mit starkem Wachstum bei den SoCs. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Counterpoint sieht Google 2026 mit starkem Wachstum bei den SoCs. Bild: Tobias Költzsch/Golem

Das Marktforschungsinstitut Counterpoint prognostiziert, dass im Jahr 2026 rund 6,1 Prozent weniger Smartphones ausgeliefert werden. Grund dafür sind unter anderem die steigenden Preise für Arbeitsspeicher, wie das Unternehmen mitteilt(öffnet im neuen Fenster) . Die Preissteigerungen der letzten Monate wirken sich nun auch auf den Smartphone-Markt aus.

Counterpoint zufolge nahmen die Kosten für Speicher im Jahr 2020 bei einem Oberklasse-Smartphone rund acht Prozent der Gesamtkosten für die Komponenten ein. Bei den aktuell immer weiter steigenden Preisen seien es bei Android-Topgeräten mit 12 bis 16 GByte LPDDRX5-RAM und 512 GByte bis 1 TByte UFS-4.0-Speicher bereits 20 Prozent oder mehr.

Gleichzeitig wird das Angebot an verfügbaren Komponenten knapper, auch und gerade bei älteren RAM-Generationen wie LPDDR4. Da LPDDR5-Speicher mitunter kaum noch verfügbar ist, haben die Preise auch von älteren Generationen angezogen. Besonders Hersteller preiswerter Smartphones hatten in der Vergangenheit davon profitiert, dass älterer Speicher günstiger wurde.

Kommen Googles Pixel-Smartphones 2026 groß raus?

Entsprechend werden diese im Jahr 2026 Counterpoint zufolge auch den stärksten wirtschaftlichen Druck spüren, während Hersteller mit vielen Marktanteilen wie Apple und Samsung aufgrund ihrer integrierten Lieferkette besser geschützt sind.

Interessant sind Counterpoints Prognosen bezüglich des SoC-Marktes, der insgesamt um sieben Prozent schrumpfen soll: Während die Analysten Qualcomm und Mediatek aufgrund von Absatzproblemen mit weniger leistungsfähigeren Chipsets mit sinkenden Absätzen von jeweils 8,8 und 10 Prozent sehen, kommt Samsung auf ein prognostiziertes Wachstum von 7,3 und Google sogar auf 18,9 Prozent.

Indirekt könnte dies auch eine Stärkung von Googles Pixel-Smartphones am Markt bedeuten. Googles Tensor-Chips werden bislang ausschließlich in den eigenen Geräten verbaut, deren Marktanteil weltweit in den vergangenen Jahren zwar stieg, aber immer noch niedrig ist. Ein Faktor ist Counterpoint zufolge die stärkere Nachfrage nach KI-Funktionen, von denen Google eine Reihe anbietet.


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