Mobile-Messe: Warum der Ausfall des MWC nicht egal ist

Der MWC 2020 ist wegen des Coronavirus abgesagt worden, zahlreiche große Hersteller haben dennoch neue Geräte vorgestellt. Schon unken die ersten, dass man die Konferenz doch eigentlich gar nicht brauche - und vergessen dabei, wie wichtig sie für die gesamte Industrie ist.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Der MWC 2020 ist wegen der Angst vor dem Coronavirus abgesagt worden.
Der MWC 2020 ist wegen der Angst vor dem Coronavirus abgesagt worden. (Bild: LLUIS GENE/AFP via Getty Images)

Diese Woche hätte der MWC 2020 stattgefunden, wäre die Konferenz nicht wegen des Coronavirus abgesagt worden. Nach Absagen der meisten größeren Hersteller und des möglichen Risikos einer Ansteckung hatte die GSMA als Veranstalter den Kongress abgesagt - gegen den Willen der Regierungen in Barcelona und Madrid. Trotzdem haben Hersteller wie Huawei, Sony und Honor neue Geräte vorgestellt.

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Entsprechend stellt sich manchem vielleicht die Frage: Braucht es so eine Großveranstaltung wie den MWC eigentlich noch? Können nicht einfach alle Hersteller ihre Geräte auf eigenen Events ankündigen wie Apple und Samsung? Derartige Überlegungen verkennen allerdings den Hintergrund des MWC als wichtigste Industriemesse im Mobile-Bereich.

Der Mobile World Congress ist - anders als etwa die Ifa - eine reine Fachmesse. Die Branche trifft sich nicht jährlich in Barcelona, um interessierten Privatpersonen ihre Neuigkeiten zu zeigen, sondern um Geschäfte zu machen. Das Messegelände in Barcelona ist voll mit Einkäufern aus der Industrie, die nach neuen Produkten Ausschau halten, die sie in ihrem Heimatland verkaufen wollen.

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Auch die ausstellenden Unternehmen sind auf der Suche nach Geschäftsabschlüssen: Huawei beispielsweise hat neben seinem großen Messestand stets eine eigene Halle nur für seine Geschäftskunden angemietet. Dort können Huawei-Manager beispielsweise mit Netzbetreibern und Einkäufern von Elektromarktketten verhandeln, um Huawei-Smartphones auf den Markt zu bringen. Die gleiche Praxis findet sich natürlich auch bei anderen Herstellern, die alle einen großen Business-Bereich an ihren Ständen haben.

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Auch kleinere Hersteller sind auf dem MWC stets auf der Suche nach Möglichkeiten, ihre Produkte in anderen Gegenden der Welt auf den Markt zu bringen. Jedes Jahr gibt es beispielsweise eine Halle, in der ausschließlich kleine Unternehmen aus China ihre Produkte zeigen. Dort findet sich alles von Smartphones über Tablets und Hüllen bis zu externen Akkus und Bluetooth-Lautsprechern.

Sowohl für die großen Hersteller als auch für die kleinen Unternehmen dürfte der Ausfall des MWC 2020 negative Auswirkungen haben. Kontakte sind nicht zustande gekommen, Verträge wurden nicht abgeschlossen, stattdessen liegen fertige Produkte herum, da keine neuen Vertriebswege geschaffen wurden. Zudem dürfte die kurzfristige Absage des MWC besonders kleinere Hersteller finanziell getroffen haben, da wahrscheinlich viele Flüge und Hotels nicht mehr kostenfrei storniert werden konnten. Wie sich das alles auf den Mobile-Markt auswirken wird, darüber kann aktuell nur spekuliert werden - Analysten gehen aber von einer deutlich negativen Marktentwicklung aus.

Durch die wirtschaftliche Komponente profitiert die gesamte Mobile-Industrie vom Mobile World Congress, nicht nur interessierte Konsumenten und wir als Journalisten - zudem hängen Tausende Arbeitsplätze in Barcelona von der Konferenz ab. Es bleibt zu hoffen, dass besonders kleinere Vertreter der Smartphone-Industrie den Ausfall des MWC verkraften können. Angesichts des weltweiten Verlaufs der Coronavirusinfektion war eine Absage aber wohl unvermeidlich - und auch nicht einzigartig, wie Absagen zahlreicher anderer Messen zeigen. Es bleibt zu hoffen, dass der MWC 2021 wie geplant stattfinden wird.

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derdiedas 29. Feb 2020

Sie sind meist nur noch Zeitverschwendung, bringen wenig erhellendes (da halt nur Sales...

elknipso 29. Feb 2020

Seit mehr als 15 Jahren... Aber hey was weiß ich schon :).

ElMario 29. Feb 2020

geht auch ohne

ElMario 29. Feb 2020

:'D



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