Mobile Geräte: Lenovo will eigene Prozessoren entwickeln

Einem US-Bericht zufolge will Lenovo seine schon existierende Abteilung für die Entwicklung von Chips erweitern. Neue Ingenieure sollen dann Prozessoren für Tablets und Smartphones entwickeln, vermutlich mit ARM-Architekturen.

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Ideapad von Lenovo
Ideapad von Lenovo (Bild: Lenovo)

Bis zur Mitte des Jahres 2013 will der chinesische Hardwarehersteller Lenovo seine Abteilung für Chipentwicklung von derzeit 10 auf 100 Mitarbeiter aufstocken. Das hat EEtimes aus unternehmensnahen Kreisen in China erfahren.

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Dem Bericht zufolge will Lenovo mit den neuen Mitarbeitern eigene Prozessoren für Smartphones und Tablets entwickeln, wahrscheinlich mit ARM-Architekturen. Auf Basis von ARM-Designs entwickeln zahlreiche Hersteller eigene mobile Bausteine, die zuvor kaum in der Chipentwicklung für mobile Geräte aktiv waren - ein Beispiel ist Apple.

Unabhängigkeit von Zulieferern angestrebt

Der iPhone-Hersteller hatte dazu im Jahr 2008 den Chipentwickler PA Semi gekauft, der damals 150 Mitarbeiter beschäftigte. Inzwischen sollen bei Apple über 1.000 Entwickler am Design neuer Bausteine arbeiten. Mit den 100 Chipentwicklern würde Lenovo in ähnlicher Größenordnung wie damals Apple anfangen.

Wie auch Apple wolle sich Lenovo unabhängiger von den großen ARM-Drittfirmen wie Nvidia, Qualcomm und Samsung machen, vermutet EEtimes. Dabei geht es dem Bericht zufolge vor allem um den chinesischen Heimatmarkt, wo Lenovo bisher schon der zweitgrößte Anbieter von Smartphones ist. Marktführer ist in China Samsung, Apple liegt dort nur auf Platz drei.

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Ein Grund für die Entwicklung eigener Prozessoren soll auch ein geplatzter Deal zwischen Lenovo und Samsung sein. Laut EEtimes wollte Lenovo die aktuellen Exynos-SoCs von Samsung in seinen Geräten verbauen, Samsung wollte sie aber nicht liefern und die Chips nur in seinen eigenen Smartphones und Tablets einsetzen.

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