Mobile Games: Spieleabo Apple Arcade wird neu ausgerichtet

Das Spieleabo Apple Arcade strebt laut einem Bericht von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) eine Neuausrichtung bei der Art der Inhalte an. Künftig soll es mehr Games geben, die ein hohes Maß an sogenanntem "Engagement" bieten. In der Branche ist damit gemeint, dass der Spieler sehr oft immer wieder daddelt – nicht unbedingt lange am Stück, aber regelmäßig und über Monate.
Exemplarisch habe Apple gegenüber einigen Entwicklern das von Capybara Games produzierte Grindstone genannt. Das ist ein Denkspiel, mit dem man sich nebenbei über Monate beschäftigen kann.
Weniger gefragt seien Abenteuer mit einer Kampagne, nach deren Beendigung es keinen Grund gibt, das Abo zu verlängern.
In den vergangenen Monaten soll Apple mehrere Verträge mit Entwicklern über neue Spiele gekündigt haben. Zwar habe das Unternehmen für bereits erreichte Zwischenstände die vereinbarten Zahlungen geleistet, einige Studios sollen die Kündigungen aber hart getroffen haben; Bloomberg nennt keine Namen.

Apple Arcade bietet für rund 5 Euro im Monat den vollen Zugriff auf rund 120 Spiele, das Angebot wechselt ständig. Die Games lassen sich auf iPad, iPhone sowie teilweise Rechnern mit MacOS und auf Apple TV spielen. In den Spielen gibt es weder Werbung noch Mikrotransaktionen.
Die Entwicklung der Titel wird von Apple teils mit mehreren Millionen US-Dollar gefördert. Vor dem Start von Arcade im Herbst 2019 hieß es mehrfach, dass dafür rund 500 Millionen US-Dollar bereitstünden. Bestätigt wurde das allerdings nie. Auch zur Anzahl der Abos hat sich Apple nie geäußert.
Das von Apple kuratierte Angebot genießt bei Spielern einen guten Ruf, es ist aber sehr auf typische Indiegames mit schön aufbereiteter und eher künstlerischer Grafik sowie auf ungewöhnlichen Ideen ausgerichtet. Massenmarktkompatible Ableger von Blockbustern wie Super Mario, Grand Theft Auto oder Call of Duty gibt es nicht.