Mobile First: SAP will alles vereinfachen
SAP will in den kommenden Jahren seine Angebote und internen Strukturen simplifizieren. "Wir wollen alles vereinfachen, damit wir alles machen können", zitiert das Magazin Börse Online(öffnet im neuen Fenster) aus dem internen Dokument SAP Strategy 2014.
Ein Firmensprecher bestätigte Golem.de die Pläne und erklärte, das Programm werde auf dem Investorentag am 4. Februar 2014 bekanntgegeben.
SAP müsse bei seinen Produkten "Einfachheit und eine verbesserte Nutzeroberfläche" anbieten. Das Ziel sei "zweistelliges Wachstum bei Nutzern, Auftragseingang und Umsatz". Durch "Mobile first" sollen alle Anwendungen grundsätzlich zuerst für den Einsatz auf mobilen Endgeräten entwickelt werden. In dem Projekt Fiori werde bei SAP konzernweit an einer völlig neu gestalteten und stark vereinfachten Nutzeroberfläche gearbeitet.
Eine Umsatzrendite von 35 Prozent erreiche SAP deshalb erst 2017. Bisher sei das Ziel für 2015 festgelegt gewesen, gab der Softwarekonzern am 21. Januar 2014 bekannt. Kovorstandschef Bill McDermott begründete das mit den Investitionen in die Cloud: "Wir wollen den Marktanteil gegen andere Lösungsanbieter erhöhen und keine kurzfristige Marge ernten."
Weitere Übernahmen durch SAP seien möglich. "Wenn uns Akquisitionen sinnvoll erscheinen, machen wir das", sagte McDermott. Im Jahr 2013 hatte SAP 32,6 Prozent Gewinn vom Umsatz erwirtschaftet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll 2014 im Bereich von 5,8 bis 6 Milliarden Euro liegen. Im Vorjahr wurde ein EBIT von 5,51 Milliarden Euro erreicht.
Der Umsatz mit Cloud-Produkten wird 2014 nur noch um 32 Prozent auf 950 Millionen bis 1 Milliarde Euro wachsen. Im Vorjahr wurde ein Zuwachs von 120 Prozent auf über 750 Millionen Euro erzielt, weil die Übernahmen von Successfactors und Ariba eingerechnet wurden.