Abo
  • Services:

Mobile Encryption App angeschaut: Telekom verschlüsselt Telefonie

Die Telekom bietet einen kostenpflichtigen Dienst für die verschlüsselte Kommunikation an. Die Mobile Encryption App wurde vom deutschen Unternehmen GSMK entwickelt, das auch das Cryptophone anbietet.

Artikel veröffentlicht am , /Hanno Böck
Die Mobile Encryption App der Telekom bietet verschlüsselte End-to-End-Telefonie.
Die Mobile Encryption App der Telekom bietet verschlüsselte End-to-End-Telefonie. (Bild: Telekom/Screenshot: Golem.de)

Mit der Mobile Encryption App für Android und iOS bietet künftig auch die Telekom verschlüsselte Telefonie und Kurznachrichten an. Die Verschlüsselungstechnik sowie die App selbst wurde vom Berliner Unternehmen GSMK entwickelt. Die "Mobile Encryption App" richtet sich zunächst in erster Linie an Großunternehmen. Die App selbst wird es kostenlos geben, für die Nutzung der Dienste fällt jedoch eine Monatsgebühr von 15 bis 20 Euro pro Gerät an. Der Preis ist abhängig von der Abnahmemenge.

  • Die Berechtigungen, die die Mobile Encryption App bei der Installation unter Android verlangt
  • Die Berechtigungen, die die Mobile Encryption App bei der Installation unter Android verlangt
  • Der Startbildschirm der Mobile Encryption App (Screenshots: Golem.de)
  • Die App wurde für die Telekom von der Firma GSMK entwickelt.
Der Startbildschirm der Mobile Encryption App (Screenshots: Golem.de)
Inhalt:
  1. Mobile Encryption App angeschaut: Telekom verschlüsselt Telefonie
  2. Verschlüsselter Container, verschleierte IP-Adresse

Die Telefongespräche finden rein auf IP-Ebene statt. Das bedeutet, dass in jedem Fall eine Datenverbindung benötigt wird, auch wenn die Telefonate mit 4,8 Kilobit pro Sekunde über langsame Internetverbindungen erfolgen können. Die App funktioniert auch, wenn ein Teilnehmer bei einem anderen Provider ist. Die Infrastruktur wird von der Telekom beziehungsweise von T-Systems zur Verfügung gestellt. Allerdings benötigen beide Teilnehmer die App. Nutzer erhalten bei der Einrichtung eine eigene zehnstellige Rufnummer mit der Vorwahl 0999. Da über das Internet kommuniziert wird und nicht direkt über ein Mobilfunknetz, klappen sichere Verbindungen auch mit Smartphones ohne SIM-Karte, die dann per WLAN angebunden sind. Die Sprachqualität ist gut, auch bei langsamen GSM-Verbindungen.

Doppelt verschlüsselt

Die Verschlüsselungstechnologie der Firma GSMK ist schon seit vielen Jahren in deren Cryptophone im Einsatz. Für verschlüsselte Telefongespräche kommt hierbei eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zum Einsatz. Ein Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch gewährleistet Forward Secrecy, die eigentliche Datenverschlüsselung erfolgt mit einer Hybridlösung aus AES und Twofish. Dadurch ist gewährleistet, dass selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass einer der beiden Algorithmen in Zukunft gebrochen wird, die Datenverschlüsselung weiterhin sicher ist. GSMK hat diese Verschlüsselungsverfahren im Zusammenarbeit mit dem Kryptographen Rüdiger Weis entwickelt. Weis ist als regelmäßiger Vortragender auf den Kongressen des Chaos Computer Clubs bekannt.

Für verschlüsselte Textnachrichten kommt ein Verfahren zum Einsatz, bei dem bei der ersten Kommunikation ein Schlüsselaustausch mittels Diffie Hellman stattfindet. Anschließend wird mittels einer sogenannten Hashchain für jede neue Nachricht ein neuer Schlüssel erstellt. Alte Schlüssel werden nicht gespeichert, somit ist hier ebenfalls Forward Secrecy gewährleistet. Selbst wenn ein Angreifer des Schlüssels habhaft wird, kann er die vergangene Kommunikation nicht mehr entschlüsseln. Später sollen neben Textnachrichten auch auf dem Smartphone aufgenommene Fotos ausgetauscht werden können. Externe Dokumente wie PDFs können jedoch auch in Zukunft nicht übertragen werden, da sie auch Malware enthalten können. Lediglich in der App erstellte Dokumente lassen sich übertragen.

Stellenmarkt
  1. M-net Telekommunikations GmbH, Augsburg
  2. über duerenhoff GmbH, Münster

Der Quellcode der Cryptophone-Verschlüsselung kann auf der Webseite der GSMK heruntergeladen werden und steht somit jedem zur unabhängigen Überprüfung zur Verfügung. Um freie Software handelt es sich dabei allerdings nicht. Die Lizenz erlaubt lediglich die Analyse des Quellcodes, eine Weiterverwendung für andere Zwecke ist nicht erlaubt.

Verschlüsselter Container, verschleierte IP-Adresse 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 77€ (Vergleichspreis 97€)
  2. 39,90€ + 5,99€ Versand oder versandkostenfrei bei Zahlung mit paydirekt (Vergleichspreis 69...
  3. für 185€ (Bestpreis!)
  4. (u. a. MSI Z370 Tomahawk für 119€ statt 143,89€ im Vergleich und Kingston A1000 240 GB M.2...

Zwangsangemeldet 18. Sep 2014

Ich würde ja RedPhone gerne mal probieren, hab es schon seit etlichen Monaten auf meinem...

h1j4ck3r 15. Sep 2014

Hey der name kommt mir doch seeehr bekannt vor ;) Ansonsten:+1 ... niemand

Moe479 15. Sep 2014

die meisten versprechen viel und halten wenig

nicoledos 15. Sep 2014

Frage mich auch, wofür die Telekom kassieren will. Für VoIP mit EndZuEndverschlüsselung...

velo 15. Sep 2014

Ich glaube von Rhode und Schwarz gibt es ein (teueres) Bluetooth Dongle-Microphon, das da...


Folgen Sie uns
       


Hasselblad X1D und Fujifilm GFX 50S - Test

Im analogen Zeitalter waren Mittelformatkameras meist recht klobige Geräte, die vor allem Profis Vorteile boten. Einige davon sind im Zeitalter der Digitalfotografie obsolet. In Sachen Bildqualität sind Mittelformatkameras aber immer noch ganz weit vorn, wie wir beim Test der Fujifilm GFX 50S und Hasselblad X1D herausgefunden haben.

Hasselblad X1D und Fujifilm GFX 50S - Test Video aufrufen
Esa: Sonnensystemforschung ohne Plutonium
Esa
Sonnensystemforschung ohne Plutonium

Forscher der Esa arbeiten an Radioisotopenbatterien, die ohne das knappe und aufwendig herzustellende Plutonium-238 auskommen. Stattdessen soll Americium-241 aus abgebrannten Brennstäben von Kernkraftwerken zum Einsatz kommen. Ein erster Prototyp ist bereits fertig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Jaxa Japanische Sonde Hayabusa 2 erreicht den Asteroiden Ryugu
  2. Mission Horizons @Astro_Alex fliegt wieder
  3. Raumfahrt China lädt die Welt zur neuen Raumstation ein

Raumfahrt: Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa
Raumfahrt
Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa

Die neuen Raumschiffe von Boeing und SpaceX verspäten sich und werden wohl erst 2020 mit Crew fliegen. Die Aufsichtsbehörde der US-Regierung sieht einen Teil der Schuld beim Chaos im Nasa-Management.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  2. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen
  3. Raumfahrt Nasa startet neue Beobachtungssonde Tess

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

    •  /