Verschlüsselter Container, verschleierte IP-Adresse

Laut Björn Rupp von GSMK könne nur der anrufende Teilnehmer eines Telefonats an Hand seiner IP-Adresse identifiziert werden, denn sowohl Verbindungsinformationen als auch Inhalte des Anrufs werden verschleiert. Über eine Analyse der Datenpakete per Deep Packet Inspection lässt sich zwar das Protokoll identifizieren, aber weder der angerufene Teilnehmer noch die Inhalte des Gesprächs entschlüsseln. Deshalb funktioniert die App auch dann, wenn in einem Mobilfunknetz das Telefonieren per Voice over IP eigentlich unterbunden ist, denn die verschlüsselten Verbindungen werden nicht als Telefonat erkannt.

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Textnachrichten und ein eigenes Adressbuch speichert die App auf dem Smartphone selbst in einem verschlüsselten Container, der durch ein eigenes Passwort geschützt ist. Der Container wird nach einer kurzen Zeit der Nichtnutzung automatisch gesperrt. In der App selbst gibt es eine Option, den Container sofort zu verriegeln oder dessen Inhalt sofort zu löschen. Außerdem lässt er sich ex- und wieder importieren. Eine weitere Option bietet an, die Anrufliste vorübergehend zu deaktivieren. In dem geschützten Speicher lassen sich auch eigene Notizen ablegen. Von Menüs mit privaten Informationen lassen sich auch keine Screenshots machen. Lediglich die Produktinformationen sowie das Hauptmenü lassen sich ablichten.

Telekom muss App freischalten

Die App selbst wird künftig in Googles Play Store und Apples App Store angeboten. Eine weitere Version für Windows Phone soll folgen. Die Apps lassen sich aber erst nutzen, wenn eine sogenannte Provisioning-Datei nachinstalliert wird, die über die App bei der Telekom heruntergeladen werden muss. Sie enthält die IP-Telefonnummer, ein Zertifikat für den Zugang zu den Servern der Telekom sowie deren Serverinformationen.

Fazit

Bei der App der Telekom handelt es sich bislang um ein Inselsystem, eine Kommunikation ist nur mit anderen Nutzern derselben App möglich. Das soll Sicherheit gewährleisten. Im Vergleich zu kostenlosen Angeboten wie Redphone oder das kostenpflichtige Angebot von Silent Circle, das inzwischen mit zahlreichen Anbietern kooperiert, wirkt die Teilnehmerzahl der Mobile Encryption App jedoch arg eingeschränkt. Die Telekom will laut eigener Aussage zunächst abwarten, wie ihr Angebot bei Großkunden ankommt, bevor sie über ein eigenes Angebot für Nutzer nachdenkt.

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Die App selbst ist übersichtlich und leicht zu bedienen. Sie enthält zahlreiche zusätzliche sinnvolle Funktionen, die etwa Redphone oder die Silent Circle Apps nicht bieten. Dazu gehört beispielsweise der verschlüsselte Container. Bleibt zu hoffen, dass die Telekom auch für private Kunden ein passendes Paket bereitstellt. Denn die vergleichbaren Angebote von Silent Circle oder das kostenlose Redphone dürfte für normale Kunden verlockender sein.

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 Mobile Encryption App angeschaut: Telekom verschlüsselt Telefonie
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Zwangsangemeldet 18. Sep 2014

Ich würde ja RedPhone gerne mal probieren, hab es schon seit etlichen Monaten auf meinem...

h1j4ck3r 15. Sep 2014

Hey der name kommt mir doch seeehr bekannt vor ;) Ansonsten:+1 ... niemand

Moe479 15. Sep 2014

die meisten versprechen viel und halten wenig

nicoledos 15. Sep 2014

Frage mich auch, wofür die Telekom kassieren will. Für VoIP mit EndZuEndverschlüsselung...

velo 15. Sep 2014

Ich glaube von Rhode und Schwarz gibt es ein (teueres) Bluetooth Dongle-Microphon, das da...



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