Mobile Betriebssysteme: Nokia soll Meltemi eingestampft haben
Nokia will das Smartphone-Betriebssystem Meltemi nicht mehr weiterentwickeln. Das berichtet Reuters(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf drei Quellen aus dem Nokia-Konzern. Das Projekt werde aus Kostengründen eingestampft, so die Informanten. Meltemi wurde nie offizielle vorgestellt.
Laut einer Quelle sollte das Linux-basierte Programm längst für mobile Geräte erhältlich sein. Meltemi sollte auf kostengünstigen Mobiltelefonen von Nokia zum Einsatz kommen – den sogenannten Feature-Phones -, die nur begrenzte Internetfunktionalität haben. Sie sollen in erster Linie fürs Telefonieren und Textnachrichten gedacht sein. Nach Recherchen von IDC soll Nokia noch im ersten Quartal 2012 einen Anteil von 20 Prozent an diesem Marktsegment gehabt haben.
Laut einem internen Memo, das Ende September 2011 dem Register zugespielt wurde, soll ein Teil des Maemo-Teams an dem Meltemi-Projekt gearbeitet haben. Auf den Mittelklasse-Mobiltelefonen läuft bislang Serie 40, das auf Nokia OS basiert.
Konzernchef Stephen Elop, der das angeschlagene Unternehmen seit 2010 führt, hat über 20.000 Entlassungen und die Schließung von Fabriken und Produktionsstätten angeordnet . Die Verkaufszahlen für die Symbian-Smartphones gingen laut Nokia weltweit zurück. Diesen Einbruch kann das Unternehmen mit den Lumia-Smartphones mit Microsofts Windows-Phone-Plattform nicht ausgleichen. Von den 10,2 Millionen verkauften Smartphones im zweiten Quartal 2012 entfallen 4 Millionen auf die Lumia-Modellreihe.
Meltemi ist der griechische und türkische Name eines trockenen Windes(öffnet im neuen Fenster) , der regelmäßig über der Ägäis weht. Er kommt hauptsächlich zwischen Juli und August vor.
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