Mobile 3D-Sicht: LG bringt 2015 Googles Project Tango in die Läden

Einer der ersten Anbieter des Project Tango wird LG. Dies gab das Unternehmen laut Slashgear(öffnet im neuen Fenster) auf der Konferenz Google I/O bekannt. Fest steht aber nur, dass LG ein Tango-Produkt auf den Markt bringen will. Unbekannt ist, ob es sich um ein Tablet oder ein Smartphone handeln wird. Google hatte für Entwickler(öffnet im neuen Fenster) zuerst ein Smartphone, dann ein Tablet angeboten. Das Telefon ist bereits ausverkauft, das 7-Zoll-Tablet ist noch für 1.024 US-Dollar erhältlich.

Dieses Gerät ist mit einem Tegra K1 von Nvidia ausgestattet, es ist anzunehmen, dass auch das Modell von LG damit laufen wird. Sicher ist das aber noch nicht, weder LG noch Google machten bisher nähere Angaben zur technischen Ausstattung. Immerhin gibt es zur Software einige Neuerungen von der Google I/O: So werden die Tango-Geräte für die 3D-Erkennung die Darstellung auf dem Display auf die Unity Engine, die Unreal Engine 4 und Qualcomms Vuforia(öffnet im neuen Fenster) setzen. Bei letzterem handelt es sich um eine Plattform für Augmented Reality, die nicht nur auf den SoCs von Qualcomm laufen kann.
In Verbindung mit einigen Sensoren und mehreren Kameras sollen die Tango-Geräte als mobiler Begleiter ihre Umgebung in einer 3D-Ansicht darstellen können, so wie es autonome Fahrzeuge bereits tun. Solche Fahrzeuge, aber auch Drohnen, können von Tango unterstützt werden. Als eine weitere Anwendung nannte Google bei der Vorstellung des ersten Tablets auch die Orientierung in fremden Gebäuden.
Durch die dabei dauerhaft eingeschalteten Kameras und Sensoren, deren Daten zudem von leistungsfähigen Prozessoren ausgewertet werden müssen, ist die Akkulaufzeit bei mobilen 3D-Scannern aber ein kritischer Faktor. Sie lässt sich nur durch große und damit schwere Akkus auf das übliche Niveau von Smartphones und Tablets heben. Allzu kompakte Tango-Geräte darf man wohl zu Anfang nicht erwarten.



