MMORPG: Amazon Games macht Lost Ark einfacher

"Wir haben aus der Menge an Spielerfeedback gesehen, dass bestimmte Raids und Dungeons eher ermüdend als unterhaltsam sind" : Das schreibt Amazon Games in den Foren von Lost Ark(öffnet im neuen Fenster) . Deshalb kündigt das Studio an, mit dem nächsten Update die Schwierigkeit anzupassen – also einfacher zu machen.
Konkret geht es um Guardian Raids wie Vertus und Nacrasena sowie um Abyss Dungeons wie Necromancer's Origin und Hall of the Twisted Warlord. Wie die Anpassungen konkret umgesetzt werden, ist noch nicht bekannt.
Bei der Community kommen die Änderungen nicht gut an. Es gibt mehrere Threads(öffnet im neuen Fenster) , die sich mit dem Thema beschäftigen. Dort ist vor allem zu lesen, dass die betroffenen Abschnitte zwar tatsächlich schwierig seien, aber damit eben auch spannend und fordernd.
Außerdem würden gerade die harten Kämpfe dafür sorgen, dass man sich mit dem Spiel auseinandersetzt – und das sei für spätere Abenteuer nötig. Allerdings wollen die meisten Kommentatoren erst mal die tatsächlichen Änderungen abwarten.
Generell findet man zwar viel Verständnis dafür, dass auch Casualgamer mit Lost Ark klarkommen sollten. Gleichzeitig gibt es aber die Befürchtung, dass das MMORPG übertrieben stark auf Einsteiger ausgerichtet werden könnte.
Lost Ark und die Server
Als das Negativbeispiel wird immer wieder World of Warcraft genannt, das im Laufe der Jahre immer einfacher gemacht wurde. Das ging so weit, dass Blizzard durch Legacy Server mit der Originalversion dazu gebracht wurde, selbst World of Warcraft Classic mit dem ursprünglichen Schwierigkeitsgrad zu öffnen – was sich als Erfolg entpuppt hat.

Lost Ark ( Test auf Golem.de ) stammt von den südkoreanischen Entwicklerstudios Tripod und Smilegate. In Asien ist das MMORPG seit 2019 online, hierzulande hat es Amazon Games im Februar 2022 veröffentlicht. Neben dem Endgame ist es eine weitere Schwierigkeit, überhaupt auf die Server zu kommen – nicht wegen Oberbossen, sondern aufgrund von Kapazitätsengpässen.