• IT-Karriere:
  • Services:

MMC-Bericht: 40 Prozent der KI-Startups in Europa entwickeln gar keine KI

Marketing statt Wirklichkeit: Laut einem Bericht der Firma MMC scheinen 40 Prozent der europäischen KI-Startups gar nichts mit künstlicher Intelligenz zu tun zu haben. Dass die betroffenen Unternehmen das nicht richtigstellen, hat wohl einen Grund: Geld.

Artikel veröffentlicht am ,
Wenn doch alle Lügen so einfach zu erkennen wären ...
Wenn doch alle Lügen so einfach zu erkennen wären ... (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Laut eines Berichtes der britischen Investmentfirma MMC haben etwa 40 Prozent aller sogenannten KI-Startups in Europa eigentlich gar keine Berührungspunkte mit KI und Machine Learning. Das berichtet das Branchenmagazin Forbes mit Berufung auf Seite 99 des langen Berichtes (PDF). Demnach seien aus 2.830 Startups nur 1.580 als Unternehmen mit KI-Fokus anzusehen. Bei den restlichen 1.250 Firmen sei die Klassifizierung einfach falsch, heißt es. Untersucht wurden Unternehmen aus Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und vielen anderen Ländern.

Stellenmarkt
  1. Bundesanzeiger Verlag GmbH, Köln
  2. Bad Homburger Inkasso GmbH, Bad Vilbel

"Wir haben uns jedes Unternehmen, deren Produkte und Webseite angeschaut", sagt David Kelnar, MMC-Forschungsleiter. "In 40 Prozent der Fälle fanden wir keine Erwähnung oder Beweise für KI." Das Problem ist wohl, dass sich die gefragten Unternehmen nicht selbst als solche Unternehmen einstufen, sondern vielmehr von anderen Organisationen als solche eingestuft werden.

KI im Namen bringt Kapital

Dass die Unternehmen Aussagen wie diese nicht korrigieren, scheint dabei eine Taktik zu sein: Laut Kelnar erhalten Startups im Bereich der künstlichen Intelligenz von Investoren im Durchschnitt 15 bis 50 Prozent mehr Kapital. "Ich denke, in den meisten Fällen werden sich die Unternehmen bewusst sein, wie sie eingestuft werden", sagt er - ohne Beispiele nennen zu wollen. Investoren setzen dabei wohl gern auf bekannte Analyse-Plattformen wie etwa Crunchbase und CB Insights.

Ähnlich wie Blockchain scheint auch künstliche Intelligenz zu einer Art Marketing-Begriff zu werden, der Kapital anzieht. Teilweise scheint es dabei egal zu sein, wie sinnvoll der Einsatz der Technik ist. Ein Problem ist auch: Gerade Machine Learning braucht zum einen gute Entwickler und zum anderen eine große IT-Infrastruktur, wie sie meist eher große Unternehmen wie Google, IBM, Microsoft und AWS bieten. Beliebte Einsatzgebiete für Machine Learning sind dabei Text-to-Speech, Bilderkennung, aber auch Mustererkennung aus einer großen Menge von Kundendaten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 7,99€
  2. 44,49€

Bluejanis 07. Mär 2019

Unter KI kann man bestimmt auch ein vordefiniertes regelbasiertes System verstehen.

Michael H. 06. Mär 2019

Zuerst möchte ich sagen, ich habe mit diesem Themengebiet absolut keine Schnittpunkte...

aLpenbog 06. Mär 2019

Am Ende geht es doch um die entsprechenden Technologien, die zum Einsatz kommen. Ob die...

Anonymer Nutzer 06. Mär 2019

solange es genug idioten gibt die sie kaufen ...

Sharra 05. Mär 2019

wie soll daraus dann künstliche Intelligenz draus hervorgehen? Das Ergebnis ist immer ein...


Folgen Sie uns
       


Macbook Air (2020) - Test

Endlich streicht Apple die fehlerhafte Butterfly auch beim Macbook Air. Im Test sind allerdings einige andere Mängel noch vorhanden.

Macbook Air (2020) - Test Video aufrufen
Indiegames-Rundschau: Stadtbaukasten trifft Tentakelmonster
Indiegames-Rundschau
Stadtbaukasten trifft Tentakelmonster

Traumstädte bauen in Townscaper, Menschen fressen in Carrion und Bilderbuchgrusel in Creaks: Die neuen Indiegames bieten viel Abwechslung.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Licht aus, Horror an
  2. Indiegames-Neuheiten Der Saturnmond als galaktische Baustelle
  3. Indiegames-Rundschau Dunkle Seelen im Heavy-Metal-Rausch

Golem on Edge: Wo Nachbarn alles teilen - auch das Internet
Golem on Edge
Wo Nachbarn alles teilen - auch das Internet

Mehr schlecht als recht arbeiten zu können und auch nur dann, wenn die Nachbarn nicht telefonieren - das war keine Dauerlösung. Wie ich endlich Internet in meine Datsche bekommen habe.
Eine Kolumne von Sebastian Grüner

  1. Digitalisierung Krankschreibung per Videosprechstunde wird möglich
  2. Golem on Edge Homeoffice im Horrorland
  3. Anzeige Die voll digitalisierte Kaserne der Zukunft

Sysadmin Day 2020: Du kannst doch Computer ...
Sysadmin Day 2020
Du kannst doch Computer ...

Das mit den Computern könne er vergessen, sagte ihm das Arbeitsamt nach dem Schulabschluss. Am Ende wurde Michael Fischer aber doch noch Sysadmin, zur allerbesten Sysadmin-Zeit.
Ein Porträt von Boris Mayer


      •  /