MKRFOX1200: Neues Arduino-Board erscheint mit kostenlosem Datentarif
Das MKRFOX1200(öffnet im neuen Fenster) ist ein neues Arduino-Board mit ISM-Funktionalität auf Basis eines Microchip (früher: Atmel) SAM-D21-Mikrocontrollers. Der Mikrocontroller besitzt einen Cortex M0+-Kern, 256 KByte Flashspeicher und 32 KB SRAM. Die Abmaße des Boards betragen 68 x 25 mm. Es ist damit technisch und von der Größe identisch zum früher vorgestellten Arduino MKR1000(öffnet im neuen Fenster), das statt eines ISM-Moduls ein WLAN-Modul besitzt.
Die Stromversorgung erfolgt über einen USB-Anschluss oder zwei AA-Batterien. Die Betriebsdauer soll im Batteriebetrieb bis zu sechs Monate betragen.

Das ISM-Modul stammt von Sigfox(öffnet im neuen Fenster) und dient zur Übermittlung von Daten zwischen dem Board und dem Sigfox-Cloudserver. Gesendet wird dabei im 866-MHz-Band, der Service steht unter anderem in West- und Nordeuropa(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung oder soll bald verfügbar sein. Im Kaufpreis sind die Kosten für die zweijährige Nutzung des Mobilfunknetzes und des Dienstes enthalten. Allerdings dürfen pro Tag nur 140, auf 12 Byte begrenzte Nachrichten vom Board zum Server übermittelt werden. Die Anzahl der Nachrichten vom Server zum Board ist auf vier pro Tag begrenzt.
Der Arduino MKRFOX1200 ist mit einer Antenne und dem Inklusivvolumen für 35 Euro im Arduino-Store verfügbar.
Weiternutzung ist unklar
Das im Kaufpreis enthaltene Datenvolumen ist zwar gering, dürfte aber für eine Reihe einfacher Überwachungsszenarien, zum Beispiel im Schrebergarten, ausreichen. Selbst die niedrigsten Datentarife der Mobilfunkanbieter dürften über 24 Monate den Preis des Arduino-Boards inklusive Sigfox-Vertrag deutlich übersteigen. Das Komplettpaket aus dem MKR1200-Board und dem Inklusivvolumen wirkt preislich günstig.
Leider gibt Sigfox aber keinerlei Auskunft darüber, welche Kosten nach dem Ablauf der im Kaufpreis enthaltenen Laufzeit entstehen – und ob der Vertrag überhaupt verlängert werden kann. Auf eine Anfrage im Sigfox-Forum(öffnet im neuen Fenster) reagierte der Anbieter mit der Bitte an den Nutzer, eine E-Mail zu senden und individuelle Konditionen auszuhandeln. Verträge für individuelle Geräte gibt es derzeit nicht. Sigfox geht anscheinend davon aus, dass die Nutzer ihre Entwicklerkits nur über kurze Zeit und allein als Prototyp für eine Serienproduktion einsetzen.
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