In Europa führt kein Weg an Here vorbei

So existieren seit Frühjahr 2019 hoch aufgelöste und maschinenlesbare Karten der japanischen Verkehrswege. Mit einem Dachaufsatz, bestehend aus Kameras und Laserscannern, wurden rund 14.000 km Autobahn erfasst und vektorisiert. ME nennt die Technologie Mobile Mapping System. Mit den Karten kann man ein Auto bis auf 25 cm genau in einer Fahrspur platzieren. Das Geschäft mit Landkarten gliederte ME in die Dynamic Map Platform (DMP) aus. Anfang 2019 übernahm DMP in den USA Ushr, das ebenfalls HD-Karten erstellt. General Motors verwendet die Daten in seinem Super Cruise-Assistenten der Marke Cadillac.

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Wie wichtig neben Satelliten die HD-Karten beim autonomen Fahren sind, zeigt die Übernahme von Here durch Audi, BMW und Daimler im Jahr 2015. Inzwischen gehören unter anderem Tencent aus China, Intel aus den USA sowie die deutschen Zulieferer Bosch und Continental zu den Gesellschaftern.

Während Audi sich noch offen hält, ob die HD-Karten von Here für autonomes Fahren in ihren Modellen eingesetzt werden, hat sich BMW bereits entschieden. "Die Relevanz von HD-Karten für hochautomatisiertes Fahren war einer der strategischen Gründe für die Beteiligung an Here", sagt BMW-Sprecher Bernhard Ederer. Für die Auswertung der Sensordaten im Auto hat BMW einen eigenen Autonomous Driving Campus samt Rechenzentrum in München eingerichtet.

Sensor-Fusion-Technologie

Anders als bei ME spielt der Satellit bei Audi nicht die entscheidende Rolle bei der Positionierung. "In einer HD-Karte sind die Informationen abgelegt, dass die Straße an der aktuellen GPS-Position drei Spuren in Fahrtrichtung und zwei Abbiegespuren hat. Die internen Fahrzeugsensoren haben nun die Aufgabe, die exakte Position des Fahrzeugs auf der Straße zu ermitteln", erklärt Audi-Sprecher Michael Crusius.

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Bei der Datenauswertung setzen die Ingolstädter auf eine sogenannte Daten-Fusion. Kamera, Radar-, Lidar- und Ultraschallsensoren senden ihre Daten an die Recheneinheit, kombiniert mit einer prognostizierten Wahrscheinlichkeit, dass diese der Realität entsprechen. Die Daten werden in einem Auswertungsmodell fusioniert und erzeugen ein 360 Grad-Modell der Umgebung. Bei dieser Sensordatenauswertung nutzt Audi ein KI-basiertes System.

Der Aufwand bei der Datenauswertung ist notwendig, da es beim Fahren um Schnelligkeit und Sicherheit geht. Kameras, Radar-, Lidar- und Ultraschallsensoren erfassen Daten in unterschiedlichem Tempo und mit verschiedenen Wiederholraten. Treffen diese Daten zur Verarbeitung versetzt bei der Recheneinheit ein, entsteht mitunter ein falsches Abbild der Umwelt. Die Sensor-Fusion-Technologie korrigiert die Erfassungszeiten der Daten und synchronisiert diese. So erhält man ein korrektes Abbild der Umgebung. Da hier große Datenmengen in kurzer Zeit verarbeitet werden müssen, setzen die beteiligten Unternehmen auf künstliche Intelligenz.

Auch ME baut auf künstliche Intelligenz.

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 Mitsubishi: Satelliten setzen das Auto in die SpurMaisart: Schnellere Datenverarbeitung 
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AllDayPiano 23. Dez 2019

Wenn die Spuren nicht eindeutig sind, muss der Mensch übernehmen. Ganz einfach.

Arsenal 17. Dez 2019

Ah richtig, daran habe ich nicht gedacht gehabt. Das ergibt natürlich Sinn. Danke.

Arsenal 13. Dez 2019

Durch die Zerschlagung nach dem zweiten Weltkrieg wurden sie rechtlich getrennt und...

Eheran 13. Dez 2019

Du denkst? Da schon über die 2 (querender LKW und gegen Leitplanke, weil...

katze_sonne 12. Dez 2019

"Sicher" und "Weg finden" ist aber noch ein Unterschied. Ohne GPS hätten da heute auch...



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